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Beim ersten Reinhören über die Vorverstärkerausgänge an den aktiven JBL-Studiomonitoren im i-fidelity.net-Testkino war der Charakter des großen Bruder AVR750 klar erkennbar. Auch der kleine AVR450 wirkte klanglich sehr leichtfüßig und feingliedrig und tat sich vor allem in Sachen Mitteltonauflösung wohltuend hervor. Fans definierter Raumabbildung können an dieser Stelle schonmal den Wein öffnen und das Fußbänkchen vor dem Sessel zurecht rücken, denn dieses Klangbild lädt in der Tat zum schwelgerischen Genießen ein – sowohl in Stereo als auch Surround. Grobklotzige Wucht ist dem Engländer fremd, was nicht heißt, dass er nicht zupackend Bass beherrscht – im Gegenteil, aber tendenziell klingt er eher nach Bentley Continental als nach Dodge Challenger.

Dann klemmten die Tester den Verstärker mit seinen großen Schraubklemmen an die passiven Heco CelanGT im 5.1-Set, um zu erkunden, ob und wie sehr die einfacheren Endstufen des AVR450 gegenüber dem größeren Modell ein Hemmnis darstellen. Wie erhofft, erkannten die Tester den glockenklaren Charakter eines typischen Arcam-Verstärkers auch hier sofort wieder. Allerdings fehlte ein klein wenig der maximale Glanz, den der große Bruder brachte, der Raum bildete sich eine Spur kürzer ab, Anschläge wirkten minimal gedämpfter.

Arcam hat die Nase vorn

Das allerdings ist Jammern auf allerhöchstem Niveau, denn der AVR450 läuft in Sachen Musikalität und Bühnenabbildung 99 Prozent seiner asiatischen Konkurrenten auf und davon. Auffällig ist auch, wie gut er über HDMI klingt, denn mit dieser Jitter-verseuchten Übertragung haben immer noch viele Receiver ihre Probleme. Das prädestiniert den Arcam förmlich für eine Kombination mit einem BD-Player, der auch einen guten Audio-Streamer für hochauflösende Musik beinhaltet. i-fidelity.net konnte das mittels Oppo BDP-103D und Pink Floyds »The Division Bell« als 24 Bit / 96 Kilohertz-Download (highresaudio.de) sehr plastisch feststellen. Es ist einfach erste Sahne, was der Arcam AVR450 hier an Klangqualität und Musikalität liefert!

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