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Man muss wissen, dass sich Beugungs- und Brechungseffekte in Abhängigkeit von der Wellenlänge verhalten, also von der Tonhöhe bestimmt sind. Der Bass mit Wellenlängen im Meter-Bereich lässt sich von einem Hindernis im Zentimeter-Maßstab kaum beeinflussen. Auf dieser Tatsache basiert die Idee, zwei kleine Tieftöner hinter die Schallwand zu verlegen. Den Bass juckt das wenig, aber für den Mittelhochton-Bereich werden die Tieftonchassis auf diese Weise komplett aus dem akustischen Weg geschafft. Die Genelec-Lösung sieht nun so aus, dass der Wavequide nach oben und unten als Lippe bis über die beiden kompakten, ovalen Flachmembran-Tieftöner gezogen ist, welche durch einen etwa fingerdicken Schlitz die Luft anregen. Das Marketing nennt das »Acoustically Concealed Woofers« (ACW). Die beiden Bässe arbeiten parallel oben und unten, das zentriert wiederum das akustische Zentrum. Und die ovalen Membranen mit je circa 22 x 10 Zentimetern addieren sich zu einer ordentlichen Fläche, die in etwa einem normal konstruierten 20-Zentimeter-Konus entspricht. Nach hinten arbeiten die zwei Ovale auf ein gemeinsames Volumen mit einem Reflexrohr, das strömungsoptimiert auf der Rückseite austritt. Der Luftstrom dient gleichzeitig dazu, die Elektronik zu kühlen.

Perfektion in jedem Raum

Wie die große Schwester arbeitet auch die deutlich kompaktere 8351A mit einer digitalen Frequenzweiche und erlaubt eine detaillierte Raumkorrektur. Wer die nicht wünscht, kann – wie bei analog gefilterten Modellen – mittels rückseitiger Dipschalter die gängigen Ortsfilter und Eingangsempfindlichkeit analog konfigurieren. Da die Box auch einen AES/EBU-Digitaleingang besitzt, lässt sich einstellen, welchen der beiden Stereokanäle diese Box spielen soll. Wer es aber ganz genau nimmt, kauft sich das Genelec Loudspeaker Management dazu (GLM-Kit 8300A, 520 Euro). Es besteht aus einem Messmikrofon mit einem Stativadapter für die zwei üblichen Gewinde sowie einer Blackbox, die alle Signale verwaltet und per USB mit einem Computer kommuniziert und mit Strom versorgt wird. Die benötigten Netzwerkkabel zur Steuerung und Verwaltung der Lautsprecher (und Subwoofer, falls vorhanden) liegen den Boxen bei. Des Weiteren kann über die GLM-Blackbox auch die Lautstärke der Lautsprecher gesteuert werden – via Rechner, einem kabelgebundenen Regler (9310AM, 93 Euro) oder neuerdings auch per Funkfernbedienung (9101AM, 105 Euro), wobei der Funkempfänger im GLM-Modul sitzt. Hierzu muss das GLM verkabelt bleiben. In aller Regel ist aber die Lautstärkeregelung nur beim Beschicken der 8351A per digitalem Signal notwendig. Wer die Lautstärke ohnehin am Vorverstärker kontrolliert, kann nach der Konfiguration und dem akustischen Feintuning das ganze Kabelgestrüpp des GLMs wieder wegpacken.

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