Die Abstände zwischen den verschiedenen Bedientastern auf der Fernbedienung sind so ausreichend gewählt, dass selbst bei schlechten Lichtverhältnissen noch einwandfreie Bedienung möglich ist.

Die Installation des 42-Zöllers ist denkbar einfach. Neben Sprache und Land muss vor der Sendersuche noch entschieden werden, ob diese analog oder digital zur Verfügung stehen. Außerdem gilt es, den Standort festzulegen. Zur Wahl stehen »Daheim« und »Geschäft«, und wer natürliche Farben und einen realistischen Auftritt seines Fernsehers erwartet, der aktiviert auf jeden Fall ersteren Modus. Die Suche dauert bis zu 15 Minuten, anschließend sind alle Programme in einer vernünftigen Reihenfolge: ARD und ZDF in der Pole-Position, dahinter die großen Privatsender.

Kommen wir zur eingangs gestellten Frage: Was leistet der Sharp im analogen TV-Betrieb? Der DH77E hat hier noch etwas Luft nach oben und offenbart leider Schwächen in dieser wichtigen Disziplin. Schriften, Logos und Einblendungen – beispielsweise in Nachrichtensendungen – stellen das Gerät vor große Probleme. Sie sehen sehr verwaschen und ziemlich angeknabbert aus. Umrandungen aus Linien bestehen teilweise nur aus Punkten, die unschön flimmern. Außerdem treten immer wieder leichte Doppelkonturen an bewegten Kanten auf. Geht man näher an den Bildschirm heran, so fällt auf, dass sich die Bilder aus einzelnen horizontalen Linien zusammensetzen; homogene Aufnahmen sind das nicht. Deshalb unbedingt ausreichend Abstand halten. Insgesamt ist das Bild sehr weich. Der Sharp bettelt förmlich um zusätzliche Schärfe. Doch spendiert man zuviel davon, dann fangen helle Kanten im Bild extrem zu flimmern an. So wie ein Metallteil, das in der grellen Sonne liegt. Reflexionen sind die logische Konsequenz. Ähnliche Effekte treten auch auf, wenn man einen Camcorder anschließt und PAL-Aufnahmen einschleust.

Bessere Ergebnisse liefert der Flat-TV bei der Farbwiedergabe. An der gibt es nichts zu kritisieren, und wer dennoch etwas nachjustieren will, findet hierzu sehr exakte Einstell-Optionen. Insgesamt können sechs Farbtöne nach persönlichem Gusto kalibriert werden. Aber schon im Standard-Setting überzeugen menschliche Gesichter durch ihren gesunden Teint. Zu empfehlen ist der »AV-Mode« namens »Standard«, der die wichtigsten Bild-Parameter automatisch so wählt, dass sich die Augen im Normalfall am wohlsten fühlen. Die Einstellung »Film« zeichnet die Aufnahmen mit recht blassen Farben sehr weich, Tiefe und Schärfe fehlen. Zu gut meint es hingegen das Programm »Dynamisch«, das mit grellen Farben gewaltig in die Offensive geht. Auf jeden Fall lohnenswert ist die Aktivierung der 100-Hertz-Funktion für flüssigere Bewegungen und die Inanspruchnahme des Bildverbesserers »Aktiver Kontrast«. Dieser erhöht den Schwarz- und Weißwert spürbar und somit auch – wie gewünscht – den Kontrast. Die Bilder wirken dadurch um einiges kräftiger. Gute Dienste leistet ebenfalls die »Rauschunterdrückung«, die Störeffekte effektiv beseitigt.