Die Fernbedienung liegt ordentlich in der Hand, der grüne Ein- und Ausschalter hebt sich dominant heraus. Im unteren Bereich liegen zwölf kleine Tasten – diese sind zwar übersichtlich angeordnet, ihre Bedienung gestaltet sich jedoch nicht sehr leicht.

Bildspaß geht anders

Auch im Digital-TV-Betrieb ohne hochauflösende Sender sind die Umschaltzeiten nicht gerade die kürzesten. Dafür kann der 42-Zöller mit guter Raumtiefe, ordentlicher Schärfe und natürlichen Farben punkten. Spielt man einen Film über Blu-ray zu, so gefällt das Bild durch seine feine Zeichnung und die ruhigen Bewegungen. Das gilt auch dann, wenn James Bond es wieder mal bei einer Autojagd durch enge Schluchten rasant angehen lässt. In Sachen Plastizität und Schärfe können einige Mitbewerber aber noch einen Hauch mehr überzeugen. Filme im Breitbildformat stehen mit dem Hannspree auf Kriegsfuß, denn die schwarzen Balken am oberen und unteren Bildschirmrand werden zur hässlichen Bühne für die weißen Flecken auf dem Display. Das macht keinen Spaß.

Jubelstürme löst traditionell auch das analoge Fernsehen nicht aus – das ist aber keine Schwäche des SV42LMNB, sondern ein generelles Problem. Flat-TVs sind eben nicht primär für die Übertragung analoger Signale konzipiert. Sie spielen ihre Stärken erst mit digitalem und am besten natürlich mit hochauflösendem Futter aus. Ansonsten lassen die Fernsehbilder jegliche Brillanz vermissen. Es hapert an der Schärfe und an der Tiefe, alles sieht recht matschig aus. Der Hannspree liefert wenigstens noch recht natürliche Farben und sehr ruhige Laufschriften, wie man sie von Nachrichtensendern wie N24 oder n-tv her kennt.

Hier geht die Übersicht nicht verloren

Die Menüstruktur des LCD-Boliden gefällt. Das Hauptmenü ist mittig im Fenster platziert. »Bild«, »Ton«, »TV«, »Funktionen« und »Eco« heißen die nachvollziehbaren Schlagworte. Farbige Symbole unterstützen die einfache Bedienbarkeit. In der Rubrik »Eco« verstecken sich Möglichkeiten, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Das hat Auswirkungen auf die Helligkeit des Bildes. Darüber hinaus lassen sich bestimmte Kanäle und Eingangsquellen mit einer vierstelligen Pin sperren. Nur wer diesen Zahlencode kennt, kann also jeden Sender und jede Zuspielmöglichkeit nutzen. Eine Option, die den Nachwuchs ärgert, die Eltern aber etwas beruhigter ohne Sprösslinge zum Einkaufen von Markenklamotten gehen lässt. Ein zusätzliches Ausstattungsmerkmal ist der Sleep-Timer. Mit seiner Hilfe kann in Intervallen zwischen zehn Minuten und zwei Stunden festgelegt werden, wann sich der Hannspree von alleine ausschaltet. Eine gute Lösung für alle, die das Fernsehen nicht der Inhalte wegen, sondern als ungefährliches Einschlafmittel verwenden.