Hilfreiche Unterstützung: Dank der Bassreflex-Konstruktion spielt der Panorama bis in die untersten Oktaven sauber.

Ausgereifte Technik

Um Röhren anderer Art handelt es sich beim integrierten Subwoofer. Die beiden gerademal neun Zentimeter großen Basschassis, angetrieben von einer 50 Watt starken Endstufe, dürfen mit Unterstützung rechnen: Zwei sogenannte Flowports, also Bassreflexkanäle, entlasten die Chassis an ihrem unteren Übertragungsende. Das Besondere an den Flowports: Sie sind mit kleinen Vertiefungen versehen, die der Struktur eines Golfballs ähneln. Und tatsächlich haben sie die gleiche Funktion: Sie sollen turbulente Luftströmungen verhindern, indem sie winzige Wirbelströme erzeugen, über die die Luft besser und vor allem geräuschlos gleiten kann. Der Golfball fliegt dadurch weiter, der Bassreflexkanal macht weniger Strömungsgeräusche. Die sechs Breitbänder, zwei für den Center und jeweils zwei für das linke und rechte Schallfeld, sind jeweils gerade mal 75 Millimeter groß, doch gemeinsam stark: Durch gezielte Vermischung von linkem und rechtem Ton beziehungsweise selektive Frequenzgangbeeinflussung auf beiden Seiten erzeugt der Klangbalken die Illusion, als würden die -Geräusche von allen Seiten kommen – wenn man versteht, wie die psychoakustische Wahrnehmung funktioniert, kann man sie sich zunutze machen, um dem Gehirn so einiges vorzugaukeln. Der Panorama funktioniert somit anders als etwa Yamahas Sound Beamer. Letzterer projiziert nämlich den Inhalt eines Surroundkanals auf Seiten- und Rückwand, so dass dieser Schall entsprechend reflektiert auch aus jenen Richtungen wahrgenommen wird.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Im Betrieb hat man die Wahl zwischen Surround, Stereo und Stereo-Wide, wobei sich herausstellte, dass in der Praxis der Surround-Modus auch im Stereobetrieb die beste Klangwahl ist, doch dazu später mehr. Zunächst einmal gilt es, alle nötigen Einstellungen zu wählen. Schaut man sich die kleine Fernbedienung an, so glaubt man kaum, dass es überhaupt viel zum Einstellen gibt. Außer Tasten für Ein/Aus, Lautstärke, Surround- und Klang-Modi sowie Stummschaltung gibt es keine weiteren offensichtlichen Bedienmöglichkeiten. Gut so, denn für den täglichen Betrieb reichen diese auch aus. Erst ein Blick in die Bedienungsanleitung zeigt, dass bei längerem Druck auf die »Voice«-Taste eine Menge weiterer Optionen offengelegt werden. So lassen sich über das Sound-Menü Höhen und Bässe einstellen, außerdem ein Bass-Equalizer auf Wand- oder Sideboardbetrieb anpassen und sogar bei externem Subwooferanschluss Pegel und Laufzeit einstellen. Im Room-Menü gibt es zudem die Möglichkeit, das »Offset« der Sitzposition auszugleichen, also die außermittige Hörposition anzupassen, sowie die Beschaffenheit des Hörraums – also stark oder weniger stark bedämpft – mit in die DSP-Kalkulation einzubeziehen. Praktisch ist zudem die »Gain«-Funktion: Mit ihr lassen sich die Pegel der zwei analogen und drei digitalen Eingänge auf gleiches Niveau einstellen, was unerwartete Lautstärkeunterschiede beim Umschalten von einer auf die andere Quelle verhindert. Auch »On/Off«-»Auto« erwies sich in der Praxis als bequemes Feature. Sobald der Fernseher eingeschaltet wird und ein Ton am Panorama anliegt, schaltet er sich ein. Womit wir bereits beim Hörtest wären.