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Hinter dem »Phono 8.2 MC sym.« steht eine der dienstältesten und renommiertesten Analogfirmen Deutschlands: Transrotor. Ihr Gründer Jochen Räke wird mittlerweile tatkräftig von seinem Sohn Dirk unterstützt, und gemeinsam verfolgen sie das Ziel der besten Wiedergabequalität. Dafür geht das Duo auch schon mal ungewöhnliche Wege. So verarbeitet der hier zum Test bereit stehende Phono-Pre ausschließlich Signale von Moving-Coil-Tonabnehmern, und dies auch nur in erdbezugsfreier Anschlussart, auch als symmetrisch bekannt. Zwar schwört der weitaus größte Teil der ambitionierten Analoghörer auf die Gattung MC, dennoch ist der Phono 8.2 MC sym. ein recht mutiges Produkt, sind doch die allermeisten Phonoverstärker asymmetrisch konfiguriert und folglich auch entsprechend konfektionierte Anschlusskabel der Standard. Mit XLR-Steckern bestückte Phonokabel gibt es zwar, allerdings genießen sie meistens den Status »Sonderanfertigung«. Ein solches Kabel ist hier jedoch unabdingbar, will man nicht einen guten Teil des möglichen Klangergebnisses verschenken.

Der Phono 8.2 MC sym. besteht aus zwei Gehäusen, wobei sich das Netzteil und der eigentliche Phonoentzerrer nur in puncto Front und Rückseite unterscheiden. Beide Gehäusedeckel sind aus stark verrippten Strangprofilen aus Aluminium gefertigt, die Alu-Frontplatten mit eingraviertem Transrotor-Logo sind hochglanzpoliert. Diese Gehäuseart findet bei einer ganzen Reihe von Transrotor-Geräten Verwendung und weisen nur unterschiedliche Fronten und Rückseiten auf.

Dass sich Transrotor für ein separates Netzteil entschieden hat, hängt mit der Forderung nach einer hochstabilen Stromversorgung zusammen. Sie hat man als mögliche Achillesferse dieser Gerätegattung ausgemacht, da es hier um die Verstärkung der allerkleinsten, also auch störanfälligsten Signale geht. Diese separate Stromversorgung gibt es seit der ersten Version dieses Phono-Pres und sollte ursprünglich auf vielfachen Wunsch mit Akkus realisiert werden. Diese Variante war ja eine Zeitlang schwer angesagt und galt als eine Art Allheilmittel gegen die Störungen aus dem Stromnetz. Bei Transrotor hat man über dieses Ansinnen intensiv nachgedacht und den Akku-Wunsch dann mit ein paar ganz pragmatischen Argumenten – beispielsweise der Notwendigkeit, nach einer unbeabsichtigten Tiefentladung neue Akkus für viel Geld anzuschaffen – ad acta gelegt.

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