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In technischer Hinsicht wurde die Gehäusekonstruktion der Q 3050i dahingehend modifiziert, noch mehr Verwindungssteifigkeit zu erreichen, ohne die Wanddicken zu erhöhen.

Niemand möchte für ein Produkt unnötig viel Geld bezahlen, doch Qualität hat bekanntlich ihren Preis. Deshalb wird zwangsläufig enttäuscht, wer zu wenig ausgibt und sich von der Aussicht auf ein vermeintliches Schnäppchen verführen lässt. Freilich sind auch erhebliche Investitionen kein Garant für langfristige Zufriedenheit – schließlich kann sich immer noch herausstellen, dass die Erwartungen doch nicht ganz erfüllt werden, wenn das Belohnungsgefühl durch eine Neuanschaffung abgeflaut ist. Insbesondere bei HiFi-Komponenten ist es deshalb wichtig, vor dem Kauf eine klare Vorstellung von den eigenen Bedürfnissen zu entwickeln. Speziell bei erschwinglichen Lautsprechern geht es dabei unabhängig vom Platzbedarf zuerst um die Frage nach der bevorzugten klanglichen Marschrichtung: Sind vorrangig Tiefgang und Durchsetzungsvermögen oder eine sehr feinzeichnende und homogene Wiedergabe gewünscht? Um sich selbst diesbezüglich möglichst unvoreingenommen einzuschätzen, sollte man sich auch am eigenen Musikgeschmack orientieren, denn bei Hardrock stehen andere Klangkriterien im Vordergrund als bei Jazz oder Klassik. Denn letztlich geht es darum, wie plausibel die Wiedergabe wirkt, wobei auch hierbei individuelles Empfinden und die persönliche Hörerfahrung eine große Rolle spielen.

Insoweit sich Plausibilität objektiv beurteilten lässt, stellt man allerdings fest, dass sich viele preisgünstige Lautsprecher damit schwertun. Und das ist nicht wegen eines audiophilen Prinzips problematisch: Die Plausibilität des Gehörten ist beileibe kein verkopftes Kriterium, sie macht vielmehr den Spaßfaktor aus und stellt gleichzeitig die beste »Zufriedenheitsgarantie« für die absehbare Zukunft dar. Wenn allerdings allzu konventionelle Technologien nach Schema F eingesetzt und Lautsprecher darauf getrimmt werden, mehr vorzugaukeln als sie können, wird es auf Dauer stressig – oder langweilig. Q Acoustics gehört dagegen zu den Herstellern, die eine schlüssige Abstimmung als Orientierungspunkt für ihre Arbeit nehmen. Die Briten wollen Lautsprecher anbieten, die in dieser Weise vorbehaltlos überzeugen können. Das erklärte Ziel ist also nicht, aus einer schlanken Säule wie der 3050i die unterste Oktave herauszukitzeln, sondern für eine detailreiche, lebendige und ausgewogene Spielweise zu sorgen, die damit unterschiedlichen Musikstilen gerecht wird.

Diese Maßgabe zu erfüllen, ist gar nicht so einfach, und die Angelegenheit wird umso schwieriger, je knapper das angepeilte Budget für ein Lautsprecherkonzept ist. Daher sind Know-how und Erfahrung in ganz besonderem Maße entscheidende Zutaten eines Low-Budget-Erfolgsrezepts, die ein neuer Hersteller ohne alte Hasen an Bord logischerweise nicht einbringen kann. Deshalb hat sich der 2006 gegründete und somit immer noch recht junge Anbieter die Unterstützung eines Spezialisten eingekauft, der international vor allem wegen raffinierter Schallwandler-Designs einen hervorragenden Ruf genießt: Karl-Heinz Fink zeichnet für die Entwicklung aller Lautsprecher von Q Acoustics verantwortlich.

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