Nach drei Jahrzehnten intensiver Beschäftigung mit Kabeln im Audio-Bereich und deren Unterschiede stellen wir bei i-fidelity.net immer wieder fest, dass ein Ende der Fahnenstange in puncto Optimierung bis heute nicht in Sicht ist. Bei Kabeln sind zudem nach wie vor umfangreiche Aufklärungs- und Beratungsleistungen vonnöten, denn niemand soll einfach nur zum Kabeltausch überredet werden. Andererseits haben aber auch Pauschal- oder Vorurteile an dieser Stelle nichts zu suchen. Wer sich mit Kabeln auseinandersetzt und bei Hörtests keine Unterschiede feststellt, liegt nicht automatisch falsch, denn schließlich ist auch das möglich. Meist hilft dann ein kurzer Blick auf die Anlage, um eine mögliche Ursache zu finden – etwa eine Stromversorgung über eine weiße Plastikleiste mit zentralem Netzschalter, Standardstrippen in nicht-phasenmarkierte Geräte oder eine preiswerte Lautsprecher-Kupferstegleitung, die unterschiedliche Längen zur linken und rechten Seite aufweist. Mit einem solchen Aufbau lässt sich weder gescheit Musik hören geschweige denn ein vernünftiger Vergleichstest durchführen.

Handwerklich gibt es also eine Menge beim Aufbau und Einrichtung einer Musikanlage zu beachten. Einige dieser Schritte sind Grundvoraussetzungen, um zu optimalen Hörerlebnissen zu kommen. So muss der Kopf des Hörers mit den Lautsprechern auf die Abstände bezogen ein Dreieck bilden. Dabei befinden sich die Ohren idealerweise auf gleicher Höhe wie die Hochtonsysteme. Durch symmetrisches Einwinkeln kann Einfluss auf den Hochtonpegel und die räumliche Abbildungstiefe genommen werden. Zum Auffinden des richtigen Winkels gibt es im Handel sogenannte Set-up-CDs. Mit deren Hilfe ist eine korrekte Aufstellung nicht nur zügig, sondern auch sicher erreichbar. Die Stromversorgung der Komponenten kann natürlich im ersten Schritt über die mitgelieferten Leitungen erfolgen, aber diese sollten definitiv nicht in einer 08/15-Netzleiste mit Schalter stecken. Hier beginnt also der Optimierungsprozess. Preiswerte und funktionierende Verteiler-Lösungen haben beispielsweise die Firmen Naim, HMS und IsoTek im Angebot. Für das sogenannte Ausphasen der Geräte gibt es ebenfalls Produkte, die der Handel anbietet, wenn er diese Aufgabe im Sinne einer klanglichen Dienstleistung nicht ohnehin übernimmt. Dieses Ausphasen stellt sicher, dass die über die Signalkabel sich ausgleichenden Potentialströme den niedrigsten Wert aufweisen.

Wer mit einer Anlage Musik hört, bei deren Installation diese Punkte berücksichtigt worden sind, wird sich darüber freuen, dass die räumliche Abbildung über ein hohes Maß an Klarheit verfügt, es keinen aufgedunsenen Bassbereich gibt und das Klangbild nicht aus zusammenhangslosen Einzelteilen besteht. Erst wenn dieser Punkt der Wiedergabequalität erreicht ist und die Neugier besteht, ob und wie sich ein optimiertes Netzkabel auswirkt, sind richtige Ergebnisse zu erwarten. Doch wie kommen die zustande? Zum einen spielt das Leitermaterial eine wichtige Rolle. Beim Eternal sind das 20 versilberte Kupferleiter, die zu einer verbesserten Abschirmung leicht verdrillt sind. Zwischen den Leitern befindet sich eine Baumwollschicht, die Mikrophonieeffekte verhindern soll und zudem die Stabilität erhöht. Mit Hilfe einer Mylar-Folie und einem OFC-Geflecht wird das Kabel zudem gegen hochfrequente und elektromagnetische Einstreuungen geschützt. Die Leitfähigkeit der vergoldeten Kupferstecker ist höher als die von Standardausführungen, darüber hinaus sorgt die »weichere« Oberfläche für einen verringerten Übergangswiderstand. Das violette IsoTek-Kabel verfügt über eine C13-Kupplung und ist ausschließlich in der Länge 1,5 Meter lieferbar.

Die angeschweißten Stecker sorgen mit ihrer vergoldeten Kupferoberfläche und dem festen Sitz für verringerte Übergangswiderstände.