Das Gehäuse der Principia 7 ruht auf einem soliden Sockel, der mit Hilfe von Spikes an den Boden gekoppelt ist.

Original Sonus-Faber-Niveau

Die bei der Principia 7 zweifach verwendeten 18-Zentimeter-Tieftöner und der 15-Zentimeter-Mitteltontreiber wurden eigens für diese neue Serie entwickelt – wobei der markante, auf dem matten Gehäuse besonders gut zur Wirkung gelangende Aluminium-Look täuscht. Alle Membranen bestehen aus Polypropylen und sind mit einer Spezialbeschichtung versehen. Ein starker Antrieb, ausladende Spinne und aerodynamisch optimierte Körbe versprechen hohe Hübe und geringe Kompressionseffekte für eine impulsstarke Performance. Als Hochtöner fungiert die bereits aus der teureren Chamäleon-Reihe bekannte, mit 29 Millimetern überdurchschnittlich große Kalotte, welche hier über einen in die Schallwand eingearbeiteten zweiteiligen Waveguide ihren hochfrequenten Charme versprüht.

Da i-fidelity.net-Chefredakteur Olaf Sturm in seinem Bericht über das kleinste Modell Principia 1 lobende Worte fand, war ich sehr gespannt, wie sich das Principia-Flaggschiff in meinem Hörraum bewähren würde. Hierfür paarte ich die – zuvor ausgiebig eingespielten – Lautsprecher mit der Vincent-Kombination SA 31 MK / SP 20. Diese hybrid-konzipierten Röhren/Transistor-Amps liegen preislich zwar mindestens eine Klasse über den relativ günstigen Sonus-Faber-Boxen, können andererseits deren Eigenschaften aber bis zum Maximum ausreizen. Zudem empfehlen die Prospektangaben der Principia sehr vollmundig, Verstärker im Bereich von 40 bis 300 Watt einzusetzen. Also nehmen wir die Italiener beim Wort.

Der schlanke Standlautsprecher wird mit Abstand von einem Meter zur Rückwand auf seinen mitgelieferten Spikes platziert und von einigen Tracks aus dem Hause Pole zum Schwingen angeregt. Diese mir während jüngst erfolgter iTunes-Archivierungsarbeiten wieder aufgefallenen Werke des Berliner Mastering-Meisters Stefan Bethke zeichnen sich durch knochentrockene Impulse, tiefreichende Räume und im zweiten Untergeschoss wohnhafte Bässe aus.