Für nahezu jeden Anwendungszweck perfekt gewappnet: die Anschlussvielfalt auf der Rückseite der Nubert nuControl.

Nicht nur in der Funktionalität, auch in Sachen Anschlussvielfalt ist Nuberts erster Vorverstärker reichhaltig ausgestattet: Vier Eingänge warten auf analoge Signale, einer davon ist vollsymmetrisch ausgelegt – inklusive A/D- und D/A-Wandler! Für optimale Auflösung und ein harmonisches Verhältnis der Signalquellen zueinander lässt sich die Empfindlichkeit der Eingänge im Setup-Menü sorgsam anpassen. Die Lautstärke-Steuerung erfolgt über ein digital gesteuertes elektronisches Potentiometer (Cirrus Logic CS 3318), um auch bei geringen Pegeln die volle Auflösung von 24 Bit zu gewährleisten. Digital stehen fünf Inputs bereit: optisch (2), koaxial (2), USB (1). Auch bei den Ausgängen hat man nicht gespart: viermal analog inklusive XLR vollsymmetrisch plus zweifach digital. Dadurch wirkt der nuControl für nahezu jede Anforderung gewappnet, sogar etwas inzwischen Exotisches wie eine konventionelle Tonbandaufnahme ist machbar. Besonders interessant: Die primären Ausgänge (Front und XLR) arbeiten separat voneinander, können also gänzlich unbeeinflusst zwei unterschiedliche Endstufen, AV-Receiver oder Aktiv-Lautsprecher ansteuern.

Beste Freunde

Trotz dieser Flexibilität in den potentiellen Paarungsoptionen: Den naheliegenden Partner für die nuControl stellt der Endverstärker nuPower D dar, der passgenau auf das Zusammenspiel entwickelt wurde. Ein erstes Aufmerken verdient die im Labor ermittelte Leistungsangabe: 2 x 1.480 Watt an vier Ohm! Das erscheint für heimischen HiFi-Genuss deutlich überdimensioniert, ist aber letztlich zielführend. Denn der Nubert-Amp soll in der Lage sein, jede Box stabil zu kontrollieren und mögliche Bassanhebungen sicher umzusetzen. Und derartige Szenarien fordern gerne inflationär Leistung an. Bereitgestellt wird solches Potential durch in der Ausgangsstufe gefilterte, gegengekoppelte Schaltverstärker, die Nubert mit einem bewährten Partner entwickelt hat. Sie liefern schon ab 2 Ohm die volle Leistung – bei exzellentem Klirrfaktor und Rauschverhalten. Die Stabilität in jeder Lage wird durch ein doppelt dimensioniertes Netzteil von 4 Kilowatt gewährleistet. Typisch Nubert: Weniger wäre möglich gewesen, aber besser ist es so. Also wird es gemacht.

Eingangsseitig verfügt der nuPower D über zwei Optionen, die wieder unabhängig voneinander nutzbar sind: Cinch und XLR. Der XLR-Eingang ist erneut durchweg symmetrisch ausgeführt, wodurch die vollsymmmetrische Konzeption der Vorstufe konsequent bis an das Ende der Kette durchgehalten wird. Die Anschlussklemmen für zwei Lautsprecherpaare wurden äußerst hochwertig gefertigt und fixieren Kabel-Durchmesser bis 6 Quadratmillimeter. Die konsequente Hinwendung zur kompromisslosen Qualität wird gerade bei solchem kleinen Detail sichtbar: Die auch in der nuControl vorhandene Buchse zum Trigger-gesteuerten An/Ausschalten ist der dauerhaften Kontaktsicherheit wegen als Mini-XLR ausgeführt – und nicht etwa handelsüblich als Miniklinke.

Sub-Sat-Steuerung

Die Ursprungsidee zum nuControl/nuPower D-Set entstammt dem Wunsch von Nubert, im Stereo-Bereich die Verwendung von Subwoofern zu optimieren. Wer schon einmal versucht hat, einen Zweikanal-High End-Vorverstärker mit filterbarem Subwoofer-Ausgang zu finden, der weiß um die karge Auswahl, welche der Markt hier bereit hält. Der nuControl besitzt – über den entsprechend programmierten Freescale-DSP – nicht nur eine aktive Frequenzweiche, sondern auch die Möglichkeit, das Signal der Frontlautsprecher schrittweise zu verzögern. Denn Günther Nubert hat schon immer die These vertreten, dass aktive Subwoofer unter normalen Umständen nicht zeitrichtig mit Satelliten spielen und eine Satelliten/Subwoofer-Verbindung darum kaum die harmonische Performance einer Standbox erreichen kann.