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Des Themas Kopfhörer und zugehöriger Spezialverstärker kann man dieser Tage leicht überdrüssig werden. Jeder Hersteller, gerne auch Kaffeeröster und Computerspezialist, hat einen, zwei oder gleich zwölf im Programm. Zwei Drittel des Angebots mögen funktionieren, klingen tut es de facto nicht. Zum Glück bleibt diese Tugend bisher den Audio-Spezialisten vorbehalten. Die sich oftmals zu Unrecht mit dem Vorwurf einer überzogenen Preispolitik konfrontiert sehen, weil sie den zweistelligen Euro-Preisbereich verlassen haben. Demnach wäre auch der Marantz HD-DAC1 zu teuer, kostet er doch 799 Euro.

Schauen wir uns mal an, was Kunden dafür als Gegenwert bekommen. Zunächst dient das Gerät der Signalverstärkung für Kopfhörer. Dabei lässt sich der Verstärkungsfaktor kinderleicht im Menü dreistufig anpassen, so dass unterschiedliche Impedanzen (32, 150, 600 Ohm) der Ohrhörer wirkungsvoll angetrieben werden können. Damit ist also fast jeder Kopfhörer des Marktes klanglich optimal bedienbar. Bei der Signalverarbeitung kann neben einem analogen Eingang auch aus einer ganzen Reihe digitaler Eingänge gewählt werden, die neben den Klassikern optisch und koaxial auch USB-A (Frontplatte) und USB-B anbieten. Somit ist der kompakte Marantz wie geschaffen für den Einsatz am oder in der Nähe des Schreibtisches. Zumal er sogar über einen variablen Vorverstärkerausgang verfügt, an dem ein Pärchen Aktivlautsprecher bestens funktioniert.

Am äußeren Erscheinungsbild des HD-DAC1 gibt es wahrlich nichts zu meckern. Wahrscheinlich hätte selbst Heidi Klum ein Foto für ihn. Denn neben dem traditionell vorhandenen Bullauge, welches zentral in der Aluminium-Frontplatte sitzt, sind es vor allem die schicken Holzseitenteile, die dem Verstärker seine optische Wertigkeit verleihen. Eine doppelte Bodenplatte soll die feinen Bauteile bei ihrer Arbeit vor klangmindernden Vibrationen schützen. Die Cinchbuchsen auf der Rückseite sind mit vernünftigen Zwischenräumen montiert, so dass auch hochwertige Verbindungskabel eingesetzt werden können. Hier wird eben jahrzehntelange Erfahrung in der Konstruktion hochwertiger Wiedergabegerätschaften sichtbar.

Die vergoldeten Cinchausgänge sind genügend weit voneinander entfernt, um auch solide Stecker/Kabel zu benutzen.
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