Das Mediacenter IP 500 DR verfügt auf der Rückseite über einen »richtigen« Netzschalter, der die Anlage vollständig vom Strom trennt.

Die Kommando-Zentrale IP 500 DR

Was zunächst wie ein Standard-Mediacenter aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als reichhaltig bestückte Kommandozentrale. Teufel liefert für die Verbindung zum TV-Gerät zwar ein Scartkabel mit, dieses sollte aber gleich durch ein HDMI-Kabel ersetzt werden, denn die Bildqualität gewinnt spürbar. Verglichen mit einem DVD-Spieler wie dem Philips DVP 630 wirken die Bilder des IP 500 DR allerdings deutlich plastischer. Die Erklärung ist der Upscaler, der im Teufel seinen Dienst versieht. So können Fernseher mit einer Auflösung bis zu 1080i angesteuert werden – klasse. Während das Gerät SACDs verweigert, kommen DVD Audios zum Zuge. Jedes Mal, wenn wir dann die DVD-A »Dabei sein ist alles« von Heinz Rudolf Kunze anhören, fragen wir uns, warum es diese wunderbare Klangqualität nicht auf breiter Front geschafft hat. Heute ist dieses Medium nahezu bedeutungslos.

Für richtiges Heimkino benötigt man mindestens fünf Lautsprecher plus Subwoofer. Warum kommt das Impaq 500 aber mit nur zwei Säulen und einem Bass aus, um einen vollständigen Raumklang-Eindruck zu erzeugen? Die Antwort lautet: Dolby Virtual Speaker. Dahinter verbirgt sich ein psychoakustisches Modell, das durch zielgerichtete Summenlokalisation Schallquellen an Orten erzeugt, an denen aber physisch kein Lautsprecher vorhanden ist. Zu kompliziert? Gut, das Impaq 500 simuliert die für den Surroundeindruck notwendigen Lautsprecher durch eine clevere Schaltung. Wer abends aus Rücksicht auf Familie oder Nachbarn nicht mehr so laut hören möchte, schließt einfach einen Kopfhörer an. Für diesen Ausgang hat Teufel »Dolby Headphone« spendiert, so dass beim Hören ebenfalls der Eindruck einer umgebenden Tonkulisse entsteht.

Wer Musik auch auf USB-Sticks speichert, darf sich darüber freuen, dass die Teufel-Steuerzentrale auch dafür offen ist. Über den Bildschirm kann die gewünschte Datei ausgesucht und dann einfach abgespielt werden. So viel Ausstattung hört sich nach aufwendiger Bedienung an. Dem ist aber nicht so: Neben dem gut laufenden Knopf zur Einstellung der Lautstärke sind ganze sieben Tasten zur Steuerung vorhanden. Alle Zusatzfunktionen können über die Fernbedienung gesteuert werden, die mit 57 Tastern allerdings gewöhnungsbedürftig ist. Da der Bildschirm über das OSD-Menü jedoch Rückmeldung zu jedem Befehl gibt, ist die Wahrscheinlichkeit unbeabsichtigter Schritte gering.

Wer weder Musik noch Film von Platte, USB oder externer Quelle hören beziehungsweise sehen möchte, kann sich am eingebauten RDS-Tuner erfreuen. Der empfängt über die Wurfantenne die ortsstärksten Sender in guter, allerdings nicht ganz rauscharmer Qualität. Hier empfiehlt sich zur Verbesserung des Ergebnisses der Anschluss ans Kabel oder die Hausantenne. Auf der Rückseite des Impaq 500 befinden sich neben den Bildausgängen natürlich auch die Klemmen für die Lautsprecher. Im Inneren werkelt eine Endstufe, die laut Teufel jedem Kanal 150 Watt zur Verfügung stellt. Das ist mehr, als man für eine Party braucht. Wer seine Musik im Stereo-Modus aufpeppen möchte, kann neben der neutralen Einstellung noch die EQ-Speicher »Pop«, »Rock«, »Jazz« und »Classic« wählen. Ein schöner Spaß, aber wir empfehlen in der Praxis bei der Einstellung »Linear« zu bleiben.

Wenn Bilder digital über den HDMI-Ausgang Richtung TV geschickt werden, gibt es an der Qualität nichts auszusetzen. Trotz des vergleichsweise bescheidenen Preises ist die Ausstattung sehr umfangreich geraten.