Zu Teufels großen Stärken gehört es nach wie vor, viel gutes Material für in Relation geringen finanziellen Aufwand zu liefern.

Simpel & Effektiv

Auf ein Display verzichtet die Soundbar. Das ist zu diesem Preis – Lautsprecher und Subwoofer kosten zusammen gerade mal 350 Euro – nicht verwunderlich. Dennoch bietet Teufel Möglichkeiten zur Orientierung, damit die Bedienung nicht im Blindflug endet. Im Stand-by-Betrieb leuchtet eine LED an der Front rot, im eingeschalteten Zustand hat jede Zuspielsparte eine andere Farbe: Bluetooth ist blau, HDMI weiß, der AUX-Eingang leuchtet grün, und bei aktiviertem optisch-digitalem Eingang erkennt man dies an der violetten LED. Abgerundet wird die Farbpalette durch Orange (Wiedergabe von Dolby-Audio-Formaten). Dieses System ist simpel, aber effektiv.

Zweiter im Bunde ist der drahtlose Subwoofer. Der CB 11 SW wirkt zur winzigen Soundbar nicht nur ob seiner 8,6 Kilo geradezu überdimensioniert, obwohl er mit 38 mal 21 mal 40 Zentimetern im Vergleich zu ausgewachsenen Soundsystemen immer noch sehr handlich ist. Ihn kleiner zu bauen, ergibt aus physikalischen Gründen keinen Sinn. Konstruiert ist der Tieftöner aus Mitteldichter Faserplatte (MDF), die Oberfläche ist schwarz foliert. Qualitativ ist das absolut in Ordnung. Vier Gummifüße halten den CB 11 SW sicher am Boden. Kleiner Nachteil: Der Pairing-Schalter zum Aufbauen der Wireless-Verbindung und die Kontroll-LED befinden sich auf der Gehäuse-Unterseite. So muss man den Subwoofer etwas ankippen, um erstmals den Koppel-Vorgang zu aktivieren. Der maximale Schalldruck des Subwoofers liegt laut Hersteller bei 104 Dezibel, abgedeckt wird ein Frequenzbereich von 33 bis 200 Hertz. Der Tieftöner mit einem Durchmesser von 165 Millimetern besteht aus Zellulose, als maximale Leistungsaufnahme gibt Teufel 120 Watt an.

Vorteil

Der CB 11 SW benötigt zur Inbetriebnahme lediglich eine Steckdose. Ansonsten kann der Sub im Raum frei platziert werden, natürlich unter Berücksichtigung der Parameter für einen optimalen Aufstellort, zu dem beispielsweise eine Raumecke nicht gehört. Subwoofer und Soundbar verbinden sich durch Drücken der Pairing-Tasten. Am Lautsprecher benötigt man einen Stift oder einen spitzen Gegenstand, weil der kleine Knopf hier flach in die Geräte-Rückseite eingelassen ist. Abgesehen davon dauert das Prozedere nur wenige Sekunden. Während der Tieftöner am Fußboden platziert wird – er arbeitet als Downfire-Subwoofer und gibt die Schallwellen und damit auch den Bass über den Boden ab – findet die kleine Cinebar One auf jedem TV-Möbel ein paar Zentimeter zum Parken. Direkt vor dem Fuß des Flat-TVs platziert, fällt sie kaum auf. Zumindest optisch. Akustisch sieht die Sache ganz anders aus.

Zugegeben, ich war äußerst skeptisch. Extrem kleine Soundbar, im Paket mit Funk-Subwoofer für gerade mal 350 Euro: Was soll das bringen? Die Antwort ist einfach: viel, sehr viel sogar. Viel mehr, als ich in meinen kühnsten Träumen erwartet hätte. Im ersten Testdurchgang schließe ich das Duo nicht an einen Fernseher, sondern per USB-Kabel an meinen Windows-Rechner an. Kaum ist die Strippe an der USB-Buchse des Computers eingedockt, ist die Teufel-Box schon spielfertig. Das Futter liefert Spotify. Mit »Chariots Of Fire« von Vangelis geht es los. Sehr ruhig, sehr bedächtig, sehr zurückhaltend. Das ist die Charakteristik dieses Stückes. Bis zu Sekunde 28. Plötzlich meldet sich auch der Subwoofer, die weltweit bekannte Melodie des 1981 entstandenen Sportlerfilms legt ihre Contenance ab. Genau wie die Mini-Soundbar. Fast schäme ich mich ein bisschen dafür, dass ich ihr so wenig zugetraut habe. Sie spielt wie eine große, eine dieser klassischen Ein-Meter-Soundbars. Aber nicht wie ein 35-Zentimeter-Zwerg.

Woran ist die Rückseite des Subwoofers zu erkennen? Lediglich am fehlenden Firmenlogo! Außer einem Netzkabel muss der Sub mit keiner anderen Leitung für den Betrieb verbunden werden.