Auch lässt sich eine Lautsprecher-Gruppe über Chromecast …
… mit Musik vom Smartphone versorgen.

In unserem ersten Testszenario spielen wir über Netflix den Dolby-Atmos-Streifen »Shaft« zu. Allein die Titelmusik ist schon ein Vergnügen – unwahrscheinlich luftig, dynamisch, kräftig, breit und souverän. Der Film selbst nimmt schnell Fahrt auf: Schusswechsel, actionreiche Musik, schlagende Autotüren, zersplitternde Scheiben – das Kino-Feeling ist bombastisch. Die Effektdarstellung gelingt der Soundbar vorzüglich, einzelne Soundkulissen lassen sich tatsächlich im Raum orten. Die Klänge verwischen nicht, sondern sind schön abgegrenzt, wodurch sich ein perfekt gestaffeltes Akustik-Szenario mit Tiefe und unterschiedlichen Ebenen sowie einer spürbaren Überkopf-Wiedergabe ergibt.

Weiter geht es mit »Formula 1: Driven to Survive«: An Bord der Rennboliden spürt und hört man das Dröhnen der Motoren, Geschwindigkeiten jenseits der 300-Stundenkilometer-Marke und das Funkensprühen, wenn die Flitzer auf langen Geraden aufsetzen. Der Lautsprecher reagiert sofort auf kleinste dynamische Wechsel – eben herrscht noch angespannte Stille in der Boxengasse, plötzlich donnert ein Formel-1-Wagen aus dem Nichts zum Reifenwechsel heran und die Schlagschrauber rattern wuchtig los. Erstaunlich ist dabei das Bassfundament, das die Soundbar ohne zusätzlichen Tieftöner generiert. Hinzu kommt die vorzügliche Sprachverständlichkeit – so ist entspanntes Zuhören ein Kinderspiel.

In »Wheelman« lassen die ersten durchdrehenden Reifen und hochdrehenden Motoren ebenfalls nicht lange auf sich warten. Vorzügliches Futter für unsere Canton-Box, die daraus einen grollenden Klangteppich webt. Positiv angetan sind wir schon von der Klangbreite im »Stereo«-Modus – hier ist es gar nicht unbedingt erforderlich, in einem zentralen Korridor vor der Soundbar zu sitzen, auch seitlich wird man schön umhüllt. Wechselt man in die Modi »Movie« oder »Music«, so wird die Spielbühne noch ein Stückchen vergrößert. Bei der Musikwiedergabe vom Smartphone per Bluetooth gefällt uns beim Stück »Memory of Mother«, wie die Canton selbst bei höheren Pegeln obenherum klar zupackt und nicht unsauber verwischt.

Erweiterung zum 4.1.2-Setup

Ein kabelloses Doppel der Smart Soundbox 3 bildet dabei das Hintergrund-Duo. Hier werkeln jeweils 19 Millimeter große Hochtonchassis aus Gewebe, ein 95-Millimeter-Mitteltieftonchassis aus Aluminium und zwei Passiv-Membrane (100 x 57 Millimeter). Die gummierte Bedienoberfläche ist exakt der auf der Smart Soundbar 10 nachempfunden. Für noch mehr Wumms binden wir den Smart Sub 8 ein, einen Downwire-Subwoofer mit acht Zoll großem Chassis. Farblich passt der 8,5 Kilo schwere Tieftöner in Schwarz und Silber perfekt zu unseren anderen Komponenten. Die Verbindung zur Soundbar erfolgt per Funkstrecke über 5,8 Gigahertz. So aufgestellt ist das akustisch noch einmal eine ganz andere Hausnummer, als wenn die Soundbar 10 alleine agiert. Die Räumlichkeit nimmt zu, von hinten kommt jetzt noch mehr, und man fühlt sich noch inniger vom Klang umhüllt. Auch die Details werden ein Stückchen akzentuierter herausgearbeitet. Positive Auswirkungen hat die Geräte-Aufstockung natürlich auch auf den ohnehin schon guten Bass: Dessen Fundament ist spürbar solider, die Akzentuierung etwas schärfer. Musik von vorne, hinten, oben und den Seiten ohne Installationsaufwand – Chapeau, Canton!

Cantons Smart Sub 8 lässt sich drahtlos in das System einfügen. Damit ist maximale Freiheit bei der Aufstellung gewährt. Durch seinen Einsatz steigt das Vergnügen beim Anschauen von Blockbustern eindrucksvoll.