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Auf den ersten Blick wirkt dieser Hegel-Amp wie ein Standardtyp High-End-Vollverstärker: schlichtes Antlitz, zwei Regler, zentrales Display – fertig. Es regiert die reduzierte Sachlichkeit, zusätzlich unterstützt durch das klare skandinavische Design. Dieser flüchtige Eindruck täuscht allerdings gewaltig, verbirgt sich beim Röst doch viel mehr hinter seiner geschwungenen Frontplatte. Der nach einem besonders schönen Landstrich Norwegens benannte Amp agiert zusätzlich als D/A-Wandler und Netzwerk-Player/Renderer. Sein Anspruch lautet: Alle Anforderungen zum Musikhören abdecken. Mehr soll der Kunde nicht brauchen.

Die Firma Hegel des Entwicklers Bent Holter startete in den späten Achtzigern zwar ursprünglich als analoger Verstärker-Spezialist, hat ihre Expertise aber früh auch auf digitale Techniken ausgeweitet. Ab 1994 kamen von Hegel erste CD-Spieler sowie externe D/A-Wandler auf den Markt, die seitdem permanent optimiert wurden. Konsequenterweise haben die DACs als besonderes Ausstattungsmerkmal auch Eingang in alle Hegel-Verstärker gefunden.

Der Röst versammelt die geballte Erfahrung des Herstellers konzentriert in einem attraktiven Produkt. Hierfür hat man sich pragmatisch bei den hauseigenen Modellen bedient. Aus dem H 80 stammen Gehäuse und Leistungssektion mit 2 x 145 Watt Sinusleistung. Der H 160 liefert die reichhaltige Anschlussvielfalt samt integriertem D/A-Konverter sowie überdurchschnittlich ambitioniertem Kopfhörerverstärker. Vom Flaggschiff H 360 – immerhin bei 5.300 Euro eingepreist – kommt eine überarbeitete zweite Version der patentierten Verstärkerschaltung »SoundEngine«, die entscheidend für den traditionell außergewöhnlich guten Klang der Hegel-Amps verantwortlich zeigt.

Das vielfältig bestückte Anschlussfeld des Hegel Röst ist für umfassende analoge und digitale Anforderungen gerüstet, während die massiven Polklemmen sich nicht scheuen, auch schwere Kabelkaliber aufzunehmen.
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