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An die anderen Lautsprecher muss man den Wi-Q natürlich, wie von anderen Subwoofern gewohnt, anpassen. Dazu lässt sich die obere Grenzfrequenz mittels rückseitigem Regler fein einstellen. Das aber ist kein schnödes, analoges Potentiometer, sondern ein Geber für die integrierte digitale Frequenzweiche. Die tatsächlichen Werte zeigt die LED-Anzeige auf der Front Hertz-genau an. Der Regler kennt sogar eine ungefilterte Endstellung, wenn der AV-Receiver das Filtern übernimmt. Im Test bewährte sich aber eine Einstellung bis 120 Hertz als störungsärmer. Dann bleibt noch die Pegelanpassung, die man geschmacklich oder messtechnisch justieren kann oder die ein Einmess-System vom AV-Receiver, etwa Audyssey, übernimmt. Wichtig: solche Signalketten stets von hinten einmessen! Also stets zuerst die Velodyne-Autokalibrierung anwenden und danach den AV-Receiver einstellen, sonst konterkarieren sich die Entzerrungen statt sich zu ergänzen. Bleibt zuletzt die lobenswerterweise in feinen 90-Grad-Schritten einstellbare Phasenlage, damit der Übergang zu den übrigen Lautsprechern auch wirklich aalglatt und stolperfrei verläuft. Bei all dem ist es tatsächlich egal, ob man ein Kabel zum Velodyne verlegt hat oder die WiConnect-Funktübertragung verwendet.

Grüße aus dem Frequenzkeller

Beim Beginn der Hörtests war der Velodyne-Charakter sofort erkennbar. Die Amerikaner verstehen es wie wenige andere, einen weichen und dabei dennoch kontrollierten Bass von vollmundigem Volumen zu verbreiten. Der Wi-Q klang wie erwartet tief und satt, vielleicht ein wenig »langsam«, stets aber samtig, durchzugsstark und ausgewogen. Dabei spielte der kompakte Würfel trotz seines vergleichsweise kleinen 25-Zentimeter-Tieftöners erstaunlich tief – selbst wenn es die Tester beispielsweise mit »Get Lucky« von Daft Punk und seinem druckvollen Bass richtig rocken ließen. Auch mit den anderen Voreinstellungen änderte sich der Charakter kaum, denn glücklicherweise hält sich Velodyne bei der Betonung verschiedener Bereiche mit maximal +3dB angenehm zurück. Wer es gerne wirklich laut mag, der wird sich auf die Voreinstellung »Games« einschießen, die dank der hoch angesetzten unteren Grenzfrequenz die größten Reserven bot. Wenn das nicht reicht, sollte man zum größeren Modell Wi-Q 12BV mit dem 30er-Bass greifen.

Das auf der Rückseite zu findende Bedienfeld wartet mit der normalen Ausstattung hochwertiger Subwoofer auf. Interessant ist, dass Signale sowohl auf NF- als auch auf Hochpegelbasis durchgeschleift werden können.
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