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Für das Abspielen von 180-Gramm-LPs wird der obere Teil der Promat einfach abgenommen.

Oftmals sind es die kleinen Änderungen an einer HiFi- oder High End-Anlage, die wie das Salz in der Suppe wirken. Zubehör hat meist subtilere Auswirkungen auf die Klangqualität als beispielsweise der Tausch einer Komponente. In der Kategorie Zubehör tummeln sich denn auch eine ganze Reihe von Produkten, die nur »funktionieren«, wenn der Verkäufer daneben steht. Solche Artikel gab und wird es bei i-fidelity.net nicht geben. Wenn sich allerdings Zubehörteile im Testalltag bewährt haben, sollten sie auch in die Öffentlichkeit.

In den vergangenen Wochen zeigten zwei unterschiedliche Bluehorizon-Tuningteile nachhaltig ihre klangfördernde Wirkung. Zum einen ist das die zweiteilige Plattentellerauflage »Promat« und zum anderen die in Schwarz und Weiß erhältliche Geräteunterstellbasis »Sanctum«. Mit beiden Produkten kann in ein vorhandenes System eingegriffen und die Klangqualität gesteigert werden.

Bei der Promat kommt eine wunderbare audiophile Dienstleistung hinzu: Se besteht aus zwei Teilen. Was soll das denn? Vinyl in seiner Standarddicke ist das, was die meisten von Ihnen wahrscheinlich am häufigsten im Plattenschrank stehen haben. Aus demokratischen Gründen wird die Tonarmhöhe, der Vertical-Tracking-Angle (VTA), dann auf diese Standard-Schallplatten eingestellt. Audiophile Pressungen tragen aber häufig einen Gewichtszusatz: 180 Gramm Vinyl oder in Einzelfällen auch noch mehr. Diese Scheiben sind dicker, eigentlich muss also der VTA korrigiert werden. Bei der Promat nimmt man einfach den oberen Teil ab und schon passt die Tonarmhöhe wieder, das ist genial.

Noch besser ist allerdings ihre Wirkung. Laut Hersteller besteht das Material aus einem Gemisch aus Kork, Gummi und Leder. Wer immer sich das ausgedacht hat, versteht etwas von analoger Wiedergabekultur. Das Klangbild wird im Vergleich zu einer Gummi- oder Rein-Kork-Auflage stabiler, Impulse gewinnen an Präzision, und vor allem profitiert die räumliche Stabilität. Ganz offensichtlich verhindert dieses Material die Ausbreitung von Resonanzen, was dieses sehr angenehme Maß an Ruhe – nicht Langeweile – mit einbringt.

Noch einfacher lässt sich die Wirkung der Unterstellbasis Sanctum überprüfen. Sie besteht aus einer Hochdichten-Faserplatte mit einem kreisförmigen Ausschnitt. Getragen wird sie von vier Aluminium-Kegeln, die von der Platte selber durch ein Kork-Gummi-Leder-Gemisch entkoppelt sind. Was bereits bei der Plattenteller-Auflage funktioniert, gelingt auch mit der Unterstellbasis, die übrigens mit Konterstücken für die Spikes ausgeliefert wird, so dass dem Untergrund nichts passiert. Zum Testen reicht es einfach, CD-Player, Phonovorverstärker, Vorverstärker und auch Vollverstärker auf die Basis zu stellen. Anschließend ein Stück mit energetischen Tieftonanteilen auflegen, die bei natürlicher Basis von einer Orgel stammen können und bei elektronischer Erzeugung zum Beispiel von Kraftwerk. Dann setzt man sich in Ruhe in seinen Hörsessel, denn so schnell wie beim Kabel-Umstecken ist man mit der Basis nicht, und hört Musik mit der Sanctum. Anschließend wechselt man in die Ausgangslage zurück und wird sicher in den meisten Fällen feststellen, dass sich der Bass leicht aufbläht und der Rest des tonalen Spektrums von einem Schleier überzogen ist. Diese Wirkung entsteht vor allem dadurch, dass die Basis für mehr Klarheit sorgt. Je länger die Basis in Betrieb war, desto deutlicher fiel uns ihre Wirkung auf. Auch sie verdient eine klare Empfehlung.

Sanctum ist in weißer und schwarzer Ausführung zu bekommen. Aus Messing gefertigte Gegenstücke verhindern, dass die Spikes die ursprüngliche Stellfläche zerkratzen. Gut zu sehen ist der konstruktive Aufwand, der zur Entkopplung der Basis von der Stellfläche betrieben wird.
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