Neben den beiden Radio-Empfängern lassen sich je eine Analog- und eine Digitalquelle anschließen. Dort, wo kein WiFi vorhanden ist, funktioniert die drahtlose Übertragung auch per Bluetooth einwandfrei. Auch dabei werden Titelname und Interpret vom in der Helligkeit regelbaren Display angezeigt. Wechselt man von der Bluetooth- auf die AirPlay2-Verbindung auf einem iPhone, steigt die Klarheit des Klangbilds, und auch die Dynamik profitiert von dieser Verbindungsart. Mit dem gleichen Komfort lässt sich auch die Verbindung von der Chromecast-App zum Tivoli herstellen. Das gilt dann auch für die Steuerung durch die App. Alternativ beachtet das Gerät auch die über die mitgelieferte Fernbedienung gegebenen Befehle zuverlässig. Beispielsweise kann auch eine Aus- oder Einschaltzeit festgelegt werden. Einen potenteren Wecker kann ich mir nicht vorstellen.

Womit wir beim Thema sind: Bespielt man das Music System Home per AirPlay2 oder Chromecast, gibt es ein in Relation zur Größe des Systems bemerkenswertes Klangbild. Da klopft der Schlagzeuger bei Adeles »Rolling In The Deep« den Takt, der Bass groovt tief und kräftig, und dennoch ist die Stimme der Ausnahmesängerin klar und deutlich zu vernehmen. Auch das instrumentale »Sirius« von Alan Parsons Project ertönt mit Wucht und Durchzug, wobei das Fundament den Rest des musikalischen Spektrums nicht überdeckt. Da kommt in großer Klarheit die E-Gitarre zum Einsatz, und auch von den Feinheiten der Aufnahme bleibt kaum etwas auf der Strecke. Für den Betrieb in größeren Räumen kann das Tivoli-System sogar noch mit einem Subwoofer unterstützt werden. Wer auf dem Tablet oder Smartphone die App eines Streaming-Anbieters nutzt, wird sich an der klanglichen Zubereitung durch das Music System Home sicher erfreuen können.

Hörspiel? In voller Dramatik!

Die Empfangsqualität des DAB+-Tuners lässt sich auf gar keinen Fall mit einer der typischen »Morning-Shows« hundertprozentig nutzen. Aber bei einem Hörspiels wird das System zum Genuss, zu einem echten Erlebnis. Ob es die Schritte auf einem knarzenden Holzboden sind, die Natürlichkeit der Stimmen oder die schöne Raumabbildung – mit anderen Radios dieser Art ist das so nicht erlebbar. Wer auf einen Sender mit klassischer Musik wechselt, wird mit einem farbenreichen Orchesterkörper belohnt. Für meine favorisierten Sender gibt es insgesamt sechs Speicherplätze, und so kann ich abends beim Programmieren des »Sleep Timers« entscheiden, wessen Klänge mich in den Schlaf begleiten und wer mich am nächsten morgen stilvoll wecken soll.