Typisch für Teufel geht natürlich noch mehr: Für die Steuerung der Ultima 40 Aktiv ist eine Fernbedienung beigepackt. Aber eben nicht irgendein 08/15-Teil, sondern ein hochelegantes Designobjekt, mit dessen Hilfe Pegel, Quelle, Mute und Ein- und Ausschalten gesteuert werden. Genial ist die Lautstärke-Einstellung des Puck Controls, die sich gefühlvoll durch Drehen des Deckels bewerkstelligen lässt. Mit dieser Funkfernbedienung blamiert Teufel eine ganze Reihe von Mitbewerbern, die selbst in fünfstelligen Preisbereichen noch mit billigen Standardplastikgebern arbeiten. Kompliment, damit dürfte das enge Budget dann wohl endgültig verbraucht sein und für den eigentlichen Zweck, der ansprechenden Musikwiedergabe, nichts mehr übrig sein.
Schließlich sagt einem der gesunde Menschenverstand, dass angesichts der sehr guten Verarbeitung des in Schwarz und Weiß erhältlichen Gehäuses, der umfangreichen Ausstattung und der profunden Technik jetzt nur noch das Klangliche zu kurz kommen kann. Allerdings treibt niemand einen solchen Aufwand, um in der entscheidenden Disziplin zu versagen. Die Ultima 40 thront auf einem rechteckigen Sockel, der bei der Aufstellung sehr hilfreich ist. Schließlich kann man beim leichten Einwinkeln mit den Augen die Parallelität exakt überprüfen. Für den Betrieb in seiner einfachsten Form müssen das Netzkabel und das Lautsprecherkabel angeschlossen werden. Dabei spielt keine Rolle, ob der aktive Teil des Pärchens links oder rechts steht. Mit einem weiteren Schalter auf der Rückseite kann das nämlich auch noch eingestellt werden.
Nach erfolgreichem Paaren mit einem Smartphone oder Tablet leuchtet die Betriebs-LED im Bluetooth-Modus in passendem Blau. Jetzt kann man Musik aus dem Speicher oder von einem Streamingdienst abspielen. Wir öffneten zunächst die Tidal-App und spielten »My Island« vom neuen Blank & Jones-Album »Milchbar Seaside Season 9«. Krisp und klar erklingt die akustische Gitarre, im Hintergrund entfalten sich die elektronischen Klangflächen weit und klanglich absolut harmonisch. Das gelingt kaum einem anderen Lautsprecher in dieser Preisklasse. Zudem setzt die Teufel mit ihrem Fundament im Tief- und Mittelton noch einen drauf. Unter der Voraussetzung, dass die Klangregler auf neutraler Position stehen, liefert sie den Grundton einwandfrei, vor allem unverfärbt. An dieser Stelle versuchen manche Entwickler nämlich mit der »allheilbringenden« DSP-Technik die Grenzen der Physik zu überlisten. Bei den Berliner Konstrukteuren bleibt man da im Sinne musikalischer Qualität lieber auf dem Boden der Tatsachen. Nur in Verbindung mit einem Smartphone bekommt man also bereits eine vollständige Anlage, aber da gibt es ja noch ein bisschen mehr.