Wer beim Musikhören durch einen Anruf gestört wird, muss sich den Kopfhörer übrigens nicht von den Ohren reißen. Eine zuverlässig funktionierende Freisprecheinrichtung ermöglicht die Beantwortung. Dank der Umgebungslärmreduktion muss auch keiner ins Mikrophon brüllen. An der Unterseite der linken Ohrmuschel befinden sich die Bedientasten für Lautstärke, Wiedergabe/Pause, Titelsprung und das Annehmen von Telefonaten. Hier immer sofort die richtige Taste zu finden, ist eine Frage der Nutzungsdauer. Hat man sich an die Platzierung der Tasten gewöhnt, ist die intuitive Steuerung kein Problem mehr.

Technische Qualität

Bei allem Komfort kommt aber die Klangqualität nicht zu kurz. Dafür sorgt ein Vier-Zentimeter-Breitbandchassis, das mit einem starken Neodymmagneten versehen ist. In Kombination kann die Membran dem Musiksignal exakt folgen, was zu einer transparenten Wiedergabe führen sollte. Besonders gut hat uns im Test sowohl die Polsterung der Ohrmuscheln als auch die des Kopfbügels gefallen. Zum einen, weil man auch nach zwei Stunden Musikhören keine roten Ohren hat und zum anderen, weil sich das Gewicht harmonisch verteilt. Die Ergonomie des Bügels sorgt zudem dafür, dass man zwischen Ohren und Scheitel noch Luft am Kopf hat. Hier funktionieren andere Produkte schon mal in Form einer Mütze, was auf die Dauer sehr unangenehm ist.

Wie erwartet, geht die Kopplung per Bluetooth tadellos vonstatten. Von Austra spielen wir als Erstes den Titel »We Were Alive«. Bei den mächtigen Tieftonschlägen gleich zu Beginn steigen bereits viele Kopfhörer aus. Nicht der Mute BT, er geht mit ordentlichem Punch zu Werke, bildet in der Folge die Stimme klar ab und zeigt in der Summe ein sehr angenehmes, langzeittaugliches Klangbild. Mit Mark Forsters »Chöre« bestätigt er den guten Eindruck, angefangen bei den marschierenden Akkorden vom Klavier bis zum pulsierenden Bass. Schaltet man die aktive Geräuschunterdrückung jedoch aus, schränkt der dann zu hörende Außenpegel die Freude beim Musikhören gehörig ein – die Geräuschunterdrückung ist also eine wirkliche Wohltat. Ein Riesenkompliment bekommt die Teufel-Entwicklungsabteilung aber für den Umstand, dass sich der Maximalpegel des BT noch in einem gesundheitlich vertretbaren Rahmen findet. Eigentlich logisch, denn jemand, der sich sein Gehör bis zur Taubheit schädigt, kauft keine Teufel-Produkte mehr. Umso erstaunlicher empfinden wir die an dieser Stelle waltende Rücksichtslosigkeit anderer Hersteller.