Erfreuen die X-3000 von vorne die Augen, so bringt ihre Rückseite auch weniger emotionale Technik-Freaks zum Schmunzeln. Denn diese Fülle an Anschlüssen ist schon einzigartig. Zu den sechs Digitaleingängen gehören zwei optische und zwei elektrisch digitale Anschlüsse sowie ein USB-Port. Der ist perfekt für alle, die anspruchsvolle musikalische Berieselung im Büro bevorzugen. Denn es genügt, den Lautsprecher und einen Windows- oder Mac-Rechner mit einem USB-Kabel zu verbinden, sofort arbeitet der Nubert als externe Soundkarte und unterstützt eine Auflösung von bis zu 24 Bit und 192 Kilohertz. Am Fernseher lässt sich das Duo über HDMI betreiben. Dazu liegt ein HDMI-Adapter bei, der am USB-Versorgungsausgang Platz findet. Natürlich kann man notfalls nur eine Box verwenden, zugunsten einer höheren Räumlichkeit sollte man jedoch ein Paar einsetzen. Dann fungiert der Lautsprecher mit dem HDMI-Adapter als Master, die zweite Slave-Box wird per Kabel oder Funk eingebunden.
Für professionelle Ansprüche und hochwertige Komponenten wie Mischpulte oder High-End-Player bietet der nuPro X-3000 einen symmetrischen XLR-Anschluss, komplettiert wird das Anschlussfeld um einen Stereo-Cincheingang und die Andock-Option für einen Subwoofer, die Grenzfrequenz ist regelbar. In der Summe lassen sich bis zu sechs digitale und zwei analoge Zuspieler anschließen, das ist beachtlich, aber noch nicht alles. Denn Bluetooth sorgt dafür, dass sich die Boxen auch kabellos mit Smartphone, Tablet oder PC verbinden. Der apt-X-Codec erlaubt eine Streaming-Qualität auf CD-Niveau. WLAN unterstützen die Aktivlautsprecher nicht ab Werk. Nubert hat aber Nachrüstlösungen in Form passender Adapter im Sortiment, um beispielsweise auch Musik mittels Apple AirPlay zu transportieren.
Die Steuerung der Boxen erfolgt über eine mitgelieferte Fernbedienung. Der kompakte Signalgeber mit hochwertiger Metalloberfläche ist schön schwer und liegt sauber in der Hand. 16 übersichtlich angeordnete Tasten zieren die Oberseite. Ob Anpassung von Lautstärke, Bass, Mitten und Höhen oder Quellenwahl, man findet sich auf Anhieb zurecht. Zum perfekten Zusammenspiel gehört das große Frontdisplay an den Boxen. Auch aus größerer Entfernung erkennt man hier sofort, ob die Musik beispielsweise aktuell per Bluetooth oder über einen Digitaleingang eingespielt wird und bei welchem Wert der Bass eingepegelt ist. Optional übernimmt man die Kontrolle über die Boxen mittels kostenloser »Nubert X-Remote«-App für mobile iOS- und Android-Geräte. Zur Steuerung sucht sich die Anwendung die Lautsprecher per Bluetooth, anschließend geht alles, was auch über die Fernbedienung möglich ist. Zudem kann man über einen 5-Band-Equalizer den Klang individuell beeinflussen und abspeichern – die Voreinstellungen sind über die drei »P«-Tasten (für »preset«) auf der Fernbedienung abrufbar. Sämtliche Optionen hat man auch dann schnell im Griff, wenn man nicht mit Smartphone oder Tablet aufgewachsen ist.
Die Inbetriebnahme des Boxen-Duos ist kinderleicht. Wir verbinden die Lautsprecher kabellos. Dazu wird unter dem Menü-Punkt »Setup« ein Gerät als Master, das andere als Slave konfiguriert. Anschließend dauert es nur wenige Sekunden und die Schallwandler haben sich gefunden. Fertig! Jede X-3000 kann wahlweise den linken oder den rechten Kanal ausgeben, im Single-Betrieb ist auch die Wiedergabe eines Mono-Summensignals möglich. Beim Aufstellen sollte man beachten, dass die rückwärtigen Bassreflexöffnungen mindestens drei Zentimeter Luft haben, um Strömungsgeräusche zu vermeiden. Direkt vor einer Wand sollte man die Boxen deshalb nicht parken. Etwas mehr Abstand verhindert zudem eine Überhöhung im Bass- und Grundtonbereich. Im Regal sollte die Vorderkante des Lautsprechers bündig abschließen oder sogar etwas überstehen. Vier Gewindebuchsen auf den Unterseiten der nuPros erlauben zudem eine Stativ-Montage.