Neben der digitalen Konnektivität befindet sich zusätzlich ein analoger Stereo-Eingang auf dem Anschlussfeld der Lautsprecher. Das ist relevant für den Studio-Bereich, aber auch im heimischen Wohnzimmer, wenn beispielweise der vorverstärkte Schallplattenspieler eingebunden wird. Oder via Bluetooth-Adapter eine drahtlose Verbindung vom Smartphone zu den Boxen gelangt.
Zur besseren Vergleichbarkeit nutzen wir ganz pragmatisch den - ebenfalls mit hochwertigem 24Bit/96 kHz-Cirrus Logic-Wandler ausgestatteten - Analog-Ausgang des Media-Streamers und spielen noch einmal den Dylan-Titel im Direktvergleich erst pur digital, dann über den Analog-Eingang, der innerhalb der DSP-Einheit digital gewandelt wird. Und ja, das Klangbild verlor minimal an Definiertheit und Transparenz, aber dennoch liegt das Niveau immer noch sehr, sehr hoch. Denn der Lautsprecher als solcher ist in seiner Preisklasse bereits so weit vorne, dass wir hier nur von den letzten Metern auf dem akustischen Marathon reden.
Deswegen ungeachtet danach noch einmal die nuPro A-300 in Bestform: über S/PDIF digital angesteuert knallt bei »Film Music« von Aseninatos die Perkussion derartig stark, dass es ängstliche Naturen ernsthaft verschrecken könnte. Die aktiven Nuberts stecken solche drastischen Impulse jedoch ungebremst weg und bilden nebenbei die kehligen, sehnsuchtsvollen indianischen Gesänge ausnehmend naturidentisch ab.
Zum Schluss konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, die beiden Lautsprecher doch noch einmal auf dem Schreibtisch zu platzieren. Und ich muss zugeben, dass sie dort - zumindest in der weißen Version - weniger wuchtig als befürchtet wirken.
Musikalisch aber zeigen die nuPro A-300 erhebliche Präsenz, denn im von Raumeigenschaften weniger beeinflussten Nahfeld kommen ihre Vorteile erst recht zum Tragen: sachliche Neutralität, große Transparenz, absolute Gelassenheit sowie ein Bass, der in jeder Hinsicht Maßstäbe setzt.