Bei der grundsätzlichen Auslegung der Aktiv-Boxen verfolgt Nubert einen eigenen, sehr durchdachten Ansatz. Jeder nuPro A-300 ist einerseits ein völlig autarker Lautsprecher und kann als solcher einzeln oder – beispielsweise im Studiobetrieb – klassisch analog im Paar betrieben werden.
Andererseits ist ein Master/Slave-Arrangement nicht nur möglich, sondern oft auch höchst sinnvoll; hierzu werden beide Boxen mit einem drei Meter langen, mitgelieferten Cinchkabel verbunden. Dabei nimmt immer der linke Speaker sämtliche Zuspielgeräte auf und setzt die Befehle der Fernbedienung um. Alle Einstellungen müssen also nur einmal durchgeführt werden. Ein weiterer Vorteil laut Nubert: die unmittelbare Verschaltung beider Lautsprecher erlaubt eine Optimierung der Gruppenlaufzeiten, also der zeitlichen Kohärenz.
Der Lautsprecher selbst wurde nach dem Bassreflex-Prinzip aufgebaut: im Mittel-/Tiefton-Bereich agiert ein bewährtes 180-mm-Chassis mit Polypropylen-Membran und inverser Staubschutzkalotte. Dessen Druckgusskorb aus Aluminium arbeitet strömungsoptimiert und verfügt zur Vermeidung von Verzerrungen und Hitzestau über eine großzügig belüftete Zentrierspinne. Die 25-mm-Seidenkalotte dagegen ist eine Neuentwicklung und glänzt nicht zuletzt dank wärmeabführendem Ferrofluid durch beachtliche Belastbarkeit.
Beide Chassis werden über die DSP-Weiche bespielt, die eine präzise Trennung gewährleistet, Frequenzbereiche optimal linearisiert und darüber hinaus noch über mannigfaltige Einflussmöglichkeiten verfügt. So lassen sich EQ-Klangregelungen nach Art der ATM-Module von Nubert vornehmen, untere Grenzfrequenzen der Boxen festlegen oder ein Subwoofer passgenau integrieren. Ja, auch für einen separaten Tieftonwürfel ist ein Ausgang vorhanden.