Der Name nuPro führt ein bisschen in die Irre. Bei der ursprünglichen Konzeption einer aktiven Boxen-Serie mag im Hause Nubert die professionelle Nutzung ein zentraler Gedanke gewesen sein, aber heutzutage bedienen derartige Lautsprecher ein viel breiteres Anwendungsfeld  – auch und gerade im trauten Heim. Dem wollen wir uns vorrangig widmen. Das Modell A-300 fußt auf dem Ansatz der erfolgreichen ersten Generation von Nubert Aktivlautsprechern, ist aber in jeder Hinsicht größer ausgefallen und enthält eine komplett neue Elektronik, die wir - in abgestufter Leistung - auch bei den kleineren neuen nuPro-Varianten A-100 und A-200 vorfinden.

Diese mit Bauteilen von Texas Instruments und Cirrus Logic nobel bestückte DSP-Steuerungseinheit übernimmt vielfältige Aufgaben. Sie fungiert als komfortabler Vollverstärker für vier Inputs (3 x digital, 1 x analog), enthält Klangregelungen, Frequenzweichen und jeweils zwei Endstufen mit 100 Watt Leistung,  die getrennt für Hoch- und Mittel-/Tieftöner agieren. So mutiert ein einzelnes Paar Aktivlautsprecher zur kompletten Stereoanlage, der nur noch ein Zuspielgerät fehlt. Mit Computer, Media-Streamer oder CD-Player beispielsweise ist das maximal reduzierte, aber hochwertige Setup komplett.

Der integrierte Verstärker basiert auf einem rein digitalen Schaltungskonzept. Während bei gewöhnlichen Class D-Endstufen letztlich ein hybrider Digital/Analog-Ansatz verfolgt wird, bleibt das Signal der selbst entwickelten Nubert-Elektronik vollkommen auf der digitalen Ebene. Als Konsequenz versprechen die schwäbischen Tüftler ein komplett rauschfreies Hörvergnügen. Das - soviel vorneweg - können wir bestätigen: auch bei hohem Pegel vernahmen wir keinerlei Störsignale. Für relativ preiswerte Aktiv-Lautsprecher ist das keineswegs die Regel, bei den nuPro A-300 schon. Still ruht der See.