Da macht es auch nichts, dass die Fernbedienung deutlich weniger extravagant auftritt. Sie ist handlich, besitzt zwölf Tasten unter anderem zum Ein- und Ausschalten sowie für Radio- und Quellenwahl und erinnert an den Signalgeber von Apple TV. Das Gute: Wer die Naim-Anlage später mit Musik von Smartphones und Tablets bestückt, kann auf die Fernbedienung sowieso verzichten. Eine externe WLAN-Antenne stört die Gesamtästhetik glücklicherweise nicht, da diese intern versteckt wurde. Naim hat sich bei der Zubereitung seiner Soundanlagen-Rezeptur nicht aus dem Tiefkühlregal des Discounters, sonders im Feinkostladen bedient.

Bestes Beispiel

Beim für den Aktivbetrieb ausgelegten Verstärkersystem flossen Erkenntnisse aus dem Entwicklungsprojekt rund um die Auto-Audiosysteme für Bentley ein – das ist doch mal eine Ansage. Im Inneren des Muso steuern sechs jeweils 75-Watt-Digitalverstärker sechs Lautsprecher an. Für eine kräftige Basswiedergabe hat Naim am Bassreflex-System getüftelt. Ergebnis: Im Gehäuse setzen sich große Luftmengen in Bewegung – Strömungsgeräusche sollen vermieden werden, dafür will der schicke Alublock klanglich stampfen und grollen. Als digitale Schaltzentrale vertrauen die Briten auf einen 32-Bit-Prozessor.

Das Schöne: Muso ist vielseitig einsetzbar und nicht nur ein kleiner Snack für zwischendurch, sondern der musikalische Nährboden für viele Jahre. Dank des optischen Digitaleingangs vermag er den schlappen Klang von Flachbildfernsehern, Settop-Boxen oder Spielekonsolen aufzupeppen. Eine USB-Buchse gestattet es, Musik von MP3-Playern, Speicherträgern, iPhone, iPad oder iPod touch zum Leben zu erwecken. Bluetooth und AirPlay erlauben das Zusammenspiel mit nahezu jedem Smartphone, Tablet und Computer, auf dem iTunes installiert ist. Da der aptX-Codec unterstützt wird, können Titel per Bluetooth in CD-Qualität gespielt werden.

Die Integration von Spotify Connect und Webradio ermöglicht den Zugriff auf Millionen von Interpreten sowie tausende Internet-Radiosender weltweit. Bleibt noch die Option, Musik von PCs, Macs und Netzwerkspeichern hochauflösend zu streamen – damit lässt der Muso keine Wünsche offen. Die Liste der Formate, mit denen der Naim kooperiert, ist lang: Hierzu gehören WAV, FLAC und AIFF bis zu 24 Bit/192 Kilohertz, ALAC (Apple Lossless) bis 24 Bit/96 Kilohertz, MP3 bis 48 Kilohertz, 320 kbit (16 Bit), AAC bis 48 Kilohertz, 320 kbit (16 Bit) sowie OGG und WMA bis 48 Kilohertz (16 Bit).