»Angels In The Rain« ist eine kleine romantische Ballade, in der Biber Hermanns harmonischer Gesang, Zupf-Gitarre, Klavierbegleitung und tolle Background-Vocals eine eindrucksvolle Atmosphäre erzeugen. Das Erfolgsrezept dieses Tracks ist sein einfaches, aber wirkungsvolles Strickmuster. Der Traveller präsentiert es exakt so in seiner schlichten Schönheit, ohne jegliche Effekthascherei oder Überbetonungstendenz. »World On Death Row« ist ein Song über den drohenden Weltuntergang, wenn wir unsere Ressourcen nicht so nutzen, wie es sinnvoll wäre. Das Lied hat wirklich Schmiss und unterstreicht mit seinen dynamischen Versätzen die textlich herausgestellte Ernsthaftigkeit. Im Vergleich zu einer Original-Mobiltelefon-Kopfhörerbuchse gewinnt der Traveller jedes Duell mit einer solchen klanglichen Souveränität, dass ich ihn bereits jetzt nicht mehr missen möchte.

Von den Vokalistinnen hat es mir Bergitta Victor besonders angetan. Ihr Album »So Happy« wurde sehr differenziert aufgenommen und abgemischt. Es erschien bereits im April 2011 und gehört seither zu meinen Lieblings-CDs. Aber auch die auf Festplatte gerippten Tracks dieser Sammlung sind hervorragend geeignet, um die Rundum-Fähigkeiten meines kleinen neuen Freundes beurteilen zu können. Reichlich akustische Elemente begleiten Bergitta Victor bei ihren musikalischen »Streifzügen«. »I feel« – ja genau, denn erst mit dem Lehmannaudio bekommt der Text die nötige Ausdruckskraft.

Ein wenig Karibik-Feeling, satte Drum-Kicks, überbordende Freude, Liebe und Leichtigkeit sprechen Herz und Seele gleichzeitig an. Reggae-Stimmung liegt bei »Would You?« in der Luft. Zweifel, Liebe und Treue sind das beherrschende Thema, und das kommt sehr »locker-flockig« mit Trompeten-Geleit zur Geltung. Da nutzen weder »Uh, uh« noch »Ah ah«, die quälenden Fragen der Protagonistin stehen einfach im Raum – und der Traveller ist dafür das erstklassige Bindeglied.

Die Musik erfährt eine Bereicherung

»I know Who I Am« darf die von den Seychellen stammende Sängerin nunmehr mit Selbstbewusstsein behaupten. Das Stück hat Klasse: Zart gezupfte Saitentöne tragen den warmen Soulgesang der Songwriterin, die Luft vibriert regelrecht, fein eingestreute Riesel-Akustik klingt im Hintergrund – schade, dass schon nach 2:14 Minuten alles vorbei ist. Diese gemeinen Feinheiten gehen bei der normalen mobilen Abhörelektronik mehr oder minder unter. Schön, dass die Lehmannaudio-Crew hier mit ihrem »Mini« für besondere Musikerlebnis in Serie sorgt!