Bevor Mac und Konsorten hochgefahren werden, müssen zunächst die Lautsprecher eingeschaltet werden. Der gravierende Vorteil der USB-Methode: Die 96 Kilohertz und die 24 Bit werden digital auf beide Boxen verteilt, ein qualitativer Verlust der Audio-Signale kann auf diese Weise gar nicht erst auftreten. Zusätzliches Plus der KEF-Konstruktion: Der integrierte D/A-Wandler der Boxen von Burr Brown übernimmt den Job des D/A-Wandlers im Rechner – das bürgt für optimale Ergebnisse und lässt darauf hoffen, dass auch die Songs von MP3-Playern, Smartphones und tragbaren Abspielgeräten optimal zur Geltung kommen. Diese digitalen Musikspeicher treten mit den X300A per 3,5-Millimeter-Klinkenstecker in Kontakt. Dazu später mehr.

Technik aus der Referenz Blade

Im stabilen und verwindungssteifen Aluminiumgehäuse wurden Twin Class A/B-Verstärker (50 Watt Bass / 20 Watt Hochton) mit Uni-QTreiberanordnung – bekannt aus dem Blade-Lautsprecher – verbaut. Weitere relevante Merkmale sind ein Aluminium-Kalottenhochtöner, eine analoge Frequenzweiche sowie der große Neodymium-Magnet, der Verzerrungen reduzieren will. Jeder Treiber hat einen Verstärker – so leiden die belüfteten Hochtöner nicht, wenn die Tieftöner an ihre Grenzen gebracht werden. Selbst Laien dürften an dieser Stelle merken, dass das neue KEF-Duo viel mehr ist als ein Lautsprechersystem aus der Computertechnik. Hier wurden hochwertige Komponenten verbaut, die die höchsten Ansprüche klangverwöhnter HiFi-Spezialisten erfüllen.

Unterstützt werden die X300A von allen Windows-Systemen ab Version XP, auf denen ein USB-Audiotreiber installiert ist, und von allen Macs mit Betriebssystem ab OS 10.6. Unter Windows werden die Boxen tatsächlich nur per USB angestöpselt, mehr ist nicht zu tun. Mac-Freunde rufen im Menü die »Systemeinstellungen« auf, klicken hier auf das Auswahlfeld »Sound«, dann auf die Registerkarte »Ausgabe« und wählen in der Liste den Eintrag »KEF X300A Lautsprecher« aus. KEF empfiehlt, die Verstärkung auf einen Minimalwert einzustellen und die Hauptlautstärke des Rechners voll aufzudrehen. Wer parallel zum Konzert mit seinem PC arbeitet, sollte die Systemklänge (Windows: »Systemsteuerung« -> »Sound« -> »Sounds« -> »Soundschema« -> »Keine Sounds«; Mac OS: »Systemeinstellungen« -> »Sound« -> »Soundeffekte« -> »Soundeffekte der Benutzerschnittstelle wiedergeben«) deaktivieren, sonst stört beispielsweise jede neu eintrudelnde Mail das audiophile Vergnügen.