Für zusätzliches Fundament sorgt zentral zwischen den beiden Uni-Q-Chassis ein passiver Bassradiator. In seinem Rücken sitzen auf einer Platine der D/A-Wandler und der 15 Watt leistende Verstärker. In unseren Testläufen mit moderaten Pegeln hielt der Akku gute 14 Stunden, was mehr als praxistauglich ist. Einmal Strom-Volltanken per Micro-USB dauert rund drei Stunden, in denen der MUO natürlich spielfähig bleibt. Das Einrichten der Bluetooth-Verbindung funktioniert, wie von dieser Technik gewohnt, reibungslos. Der eingebaute Speicher merkt sich bis zu acht verschiedene Smartphones oder Tablets. Der Pegel lässt sich dann sowohl am MUO als auch am steuernden Gerät einstellen.
Der Clou ist aber die App-Steuerung. Sie macht es beispielsweise möglich, zwei gekoppelten MUOs einen linken und rechten Kanal zuzuordnen, so dass tatsächlich Stereowiedergabe möglich ist. Es kann aber auch der »Party-Mode« aktiviert werden, bei dem dann beide MUOs beide Kanäle wiedergeben. Wie lange die Gäste noch feiern können, verrät schließlich ein kurzer Druck auf die Netztaste, die in vier Farben den Ladestand des Akkus verrät. Ob der MUO bei seiner Arbeit liegt oder ob er senkrecht steht, hat nur geringen Einfluss auf die Tonqualität.
Sobald der MUO gekoppelt ist und erste Töne von sich gibt, macht sich Staunen breit. Zunächst fällt die Abwesenheit der bei anderen Vertretern dieser Zunft sofort auszumachenden topfig-nasalen Komponenten auf. Stattdessen spielt der MUO mit Klarheit und Präzision auf, auch hat KEF keinen vordergründigen Rummsbass zugelassen. Die Wiedergabe ist klar konturiert, und das bis zu einer unteren Grenzfrequenz, die Elektronik, Chassis und Gehäuse noch absolut sauber beherrschen. Selbst bei höheren Pegeln, die wir mit »Privateering« von Mark Knopfler aufgrund der famosen Klangeigenschaften quasi unbemerkt erreichten, verliert der MUO nicht die Kontrolle und spielt dabei so überragend wie kein zweiter netzunabhängiger Bluetooth-Aktivlautsprecher.