Denken bis zum Schluss

Die Front des Receivers wirkt trotz ihrer kompakten Abmessungen und mit ihrer symmetrischen Gestaltung sehr erwachsen und übersichtlich. Praktisch alle Elemente erklären sich von selbst, und alle mehrfach belegten Tasten zeigen ihre Parameter im angenehm klaren, alphanumerischen Display, das sich zudem dimmen und sogar abschalten lässt. Neben Laufwerks- und Funktionstasten und dem schön satt und spielfrei laufenden Lautstärkeregler befinden sich noch drei Anschlüsse unten auf der Front. Die USB-Buchse ist spezialisiert auf iOS-Geräte wie iPod- und iPhone. Auch das iPad der Tester musizierte an diesem Anschluss auf Anhieb und ließ sich auch mit der Denon-Fernbedienung kontrollieren. Nur die pfiffige Klapphalterung vermag das große Tablett nicht zu halten. Die kleinen Handhelds wie iPhone oder iPod beherbergt sie hingegen sicher und gemütlich wie ein Liegestuhl. Über den Miniklinken-Eingang lassen sich vorne aber auch mobile Player anderer Marken anschließen, denn nicht jeder vertraut auf die Marke mit dem angebissenen Apfel. Schließlich finden Fans von Kopfhörern ihre Buchse, die bei Filmwiedergabe per Algorithmus von Dolby sogar Headphone-Surround ausgibt und damit eine Außer-Kopf-Ortung mit brauchbarem Surroundeindruck vermittelt. Das funktioniert mit jedem stereophonen Kopf- oder Ohrhörer.

Zwei Merkmale dominieren die Rückseite. Zum einen die robusten Lautsprecher-Anschlussklemmen und zum anderen die Austrittsöffnung der Zwangskühlung in Form eines vergitterten Ventilators. Dieser dreht konstant und langsam und erzeugt daher nur ein kaum merkliches Arbeitsgeräusch. Der integrierte RDS-Tuner möchte seine UKW- und Mittelwellen-Antenne angeschlossen bekommen. Der Blu-ray Player kommuniziert mittels HDMI-Ausgang mit dem Fernseher und per LAN-Anschluss für BD-Live mit dem Internet. Firmware-Updates lassen sich per USB-Stick über die hintere Buchse einspielen. Hier muss auch ein Speicher eingesteckt sein, möchte man BD-Live für die Extras einer Blu-ray Disc oder etwa einem Streaming-Dienst wie Videociety nutzen.

Zur Not erhält man für ältere TV-Geräte auch aus der FBAS-Video-Cinchbuchse ein Bildsignal. Ein Paar Stereo-Analoganschlüsse ergänzen die Zuspiel-Möglichkeiten, und wer ein richtiges iPod-Dock von Denon verwendet, kann dieses über eine Fernsteuerleitung per Dock-Control-Anschluss fernbedienen. Zu guter Letzt bietet der Receiver zur Ergänzung seiner Lautsprecher einem Subwoofer Anschluss, was insbesondere bei Filmwiedergabe den Spaßfaktor dramatisch anzuheben vermag. Das einzige wirkliche Manko ist hier, dass die Internet-Anbindung nur der Blu-ray dient und leider kein Streaming oder Internetradio erlaubt.

Auch für Komfort ist gesorgt

Die Fernbedienung wirkt trotz der großen Zahl notwendiger Tasten recht übersichtlich und geordnet. Es gibt kaum Doppelbelegungen, was zusammen mit der klaren grafischen Struktur die Eingewöhnung beschleunigt – zumal Doppelbelegungen nie innerhalb einer Quelle vorkommen. Kompliment, das haben die Entwickler wirklich gut durchdacht. Das merkt man auch an solchen Kleinigkeiten wie getrennten Tasten für das Ein- und Ausschalten. Mitgedacht: Der Fernseher lässt sich ein- und ausschalten und dessen Quelle umschalten. So kommt man im Zusammenspiel mit dem D-X1000BD mit nur einer Fernbedienung aus.