Kürzlich präsentierte uns ein Bekannter seine neueste Errungenschaft: eine Stereoanlage für 299 Euro, gekauft im ortsansässigen Supermarkt. Bei näherer Betrachtung verlor die Anlage den durchaus gegebenen optischen Reiz – es schien, als sei das Rohmaterial beim »Grünen Punkt« beschafft worden. Schlecht verarbeitete Plastikteile, lockere Schalter, und aus den Breitband-Chassis der Lautsprecher kam mehr Geräusch als Musik. Das Resultat kann mit einem einzigen Wort beschrieben werden: Einkaufspleite. Der Besuch eines Fachhändlers hätte diese Enttäuschung verhindern können.

Sie können sich vorstellen, welchen Inhalts der nächste Einwand des Bekannten war: »Ich bin aber kein Millionär.« Schade, dass dieser Eindruck inzwischen weit verbreitet ist, aber de facto hat hochwertige Musikwiedergabe zunächst einmal nichts mit dem Verkaufspreis zu tun. In der Vergangenheit hat der japanische Hersteller Denon dafür mehrfach den Beweis geliefert, sowohl mit Einzelkomponenten als auch mit kompletten Systemen. Letztere bestehen aus einer Kombination aus Verstärker, CD-Spieler und Radio sowie einem Paar Lautsprecher und bilden bereits eine komplette Musikanlage.

Aus einem Guss

Die D-M38 ist eine solche Anlage. Sie kostet komplett 449 Euro und besteht aus CD-Receiver und passenden Lautsprechern. Hinzu kommen wertvolle Zusatzanschlüsse, die bei diesem neuen Modell vor allem der Anbindung von iPod, iPhone und anderen tragbaren Musikabspielgeräten dienen. Bei einer Gehäusebreite von 21 Zentimetern müsste die Frontplatte des RCD-M38 – so die Einzelbezeichnung des Steuergeräts – eigentlich komplett überladen und damit unbedienbar sein. Ist sie dank eines intuitiven Bedienkonzepts allerdings nicht. Auch ohne Anleitung hat man sich in kürzester Zeit mit den wichtigsten Schritten, die zum Musikhören führen, vertraut gemacht.

Zusätzliche oder seltener benötigte Funktionen wurden auf die mitgelieferte Fernbedienung verbannt, für deren vollständiges Verständnis man jedoch nicht übermäßig viel Zeit benötigt. Die Größe der Tasten ist proportional zur Häufigkeit ihrer Nutzung angelegt, was auch an dieser Stelle für Klarheit sorgt. Ein Umstand, der mittlerweile auch eher selten ist. Welche Funktion der CD-Receiver gerade ausführt, kann am gut ablesbaren Display verfolgt werden. Musik von CD- und Radioquellen kann er selber erzeugen, denn diese beiden Quellkomponenten sind eingebaut. Die Schublade wirkt robust und transportiert die CD leise ins Innere. Der Einlesevorgang funktioniert schnell, und nach Drücken der Play-Taste startet die Wiedergabe unmittelbar.