Den Markt der Unterhaltungselektronik als prosperierend zu bezeichnen, ist zwar in der Summe korrekt, im Detail aber verkehrt, weil einseitig. Denn das Bild wird durch die enorm hohen Zahlen beim Absatz von Kopfhörern und aktiven, mobilen Bluetooth-Lautsprechern verzerrt. Von diesem leckeren Kuchen möchte natürlich jeder ein Stück abbekommen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass jetzt auch der für seine hochwertigen Lautsprecher bekannte Spezialist Dali mitmischt. Allerdings zeichnen sich die Dänen schon immer durch hohe Qualität an einem vergleichsweise niedrigen Preispunkt aus. Zudem werden keine fertigen Produkte eingekauft und dann einfach umgelabelt. Die Entwicklungsabteilung, die Serien wie Zensor, Opticon, Rubicon und Epicon geschaffen hat, verantwortet auch die Akustik des Katch, und das macht neugierig.

Bereits sein Äußeres hebt sich wohltuend von den ansonsten eher klobigen Versionen des Wettbewerbs ab. Der in den Farbausführungen »Dark Shadow«, »Cloud Grey« und »Green Moss« erhältliche Lautsprecher besitzt ein länglich-ovales Gehäuse aus Aluminium. Bei den Abdeckungen muss man genau hinsehen, sie erinnern an ein zweidimensionales Atomium. In den Rahmen des Katch ist eine Lederschlaufe integriert, die sich für den Transport herausziehen lässt. Um den Lautsprecher im Einsatz zu schützen, gehört auch noch eine Transportasche zum Lieferumfang. Bis hier hin hat Dali also schon mal alles richtig gemacht.

Ein Kinderspiel ist die Einrichtung und Bedienung. Auf der Oberseite befinden sich fünf Tasten, deren wichtigste der Netzschalter ist. Er ist von vier kreisförmigen LEDs umrahmt, die den Pegel, den Betriebsmodus und den Ladestand des Akkus anzeigen. Daneben finden sich die Tasten für die Lautstärke (+/-), der Bluetooth-Kopplungsknopf und ein Schalter, mit dem sich Einfluss auf das Abstrahlverhalten nehmen lässt. Denn da bietet der Katch eine faszinierende Option. Seitlich befindet sich der Anschluss für das Ladekabel, direkt darüber gibt es einen Miniklinkeneingang sowie eine USB-Buchse, die zum einen einem Chromcast-Audio-Dongle Anschluss bietet, zum anderen aber auch dazu dient, das Smartphone zum Laden anzuschließen. Denn was nützen die 24 Stunden Akkulaufzeit, wenn der Zuspieler schlapp macht?