Den ohrumschließenden IO-6 gibt es in zwei Farbvarianten: Schwarz und Weiß/Braun. Die mit Bajonett-Verschluss (ein Austausch ist im Bedarfsfall dadurch schnell und leicht möglich) versehenen Ohrmuscheln sind aus weichem Kunstleder gefertigt. Sie sind an zwei stufenlos zu bewegenden Metallarmen befestigt, um die exakte Anpassung an die Kopfgröße des Trägers zu gewährleisten. Der Bügel, der sich gegenläufig weiter als Wettbewerbsmodelle verdrehen lässt, ist sehr flexibel. Das ist eine klare Ansage von Dali an die Haltbarkeit: Bei den Belastungen, denen ein Kopfhörer ausgesetzt ist, soll die Bruchwahrscheinlichkeit minimiert werden. Auf der Innenseite befinden sich die Kennzeichnungen für den linken beziehungsweise rechten Kanal. Über die runde Metallplatte auf der rechten Seite lassen sich die Abspiel- und Freisprech-Funktionen steuern. Für die Änderung des Pegels ist der äußere Ring zuständig. In der Praxis führt man die Bedienung nach wenigen Tagen intuitiv aus.

Technisch bringt der IO-6 einiges mit. Für die Schallwandlung kommt ein Breitbandchassis mit fünf Zentimetern Durchmesser zum Einsatz. Aus klanglichen Gründen hat man sich beim Material für faserverstärktes Papier entschieden. Mit 25 Ohm Impedanz beim analogen Anschluss liefert der Dali auch im »passiven« Zustand Musik – für den Fall, dass der Akku doch einmal nicht zur Verfügung steht. Im Vergleich zu anderen Modellen bietet der Kopfhörer allerdings selbst bei eingeschaltetem »Active Noise Cancelling« eine Laufzeit, die in unseren Tests 32 Stunden erreichte. Über den Ladezustand informiert nicht nur eine farbwechselnde LED-Anzeige, sondern auch eine freundliche Männerstimme, die des Weiteren auch die ANC-Aktivierung oder den »Transparency«-Modus bestätigt. Letzterer ist dann sinnvoll, wenn man beispielsweise akustische Informationen aus der Umgebung benötigt.

Dali steht für Klangqualität

Unterwegs ist die kabellose Nutzung des Kopfhörers sicher am wahrscheinlichsten. Das Smartphone kann in der Tasche stecken bleiben, schließlich funktioniert die Bedienung über den Kopfhörer einwandfrei. Mit Bluetooth 5.0 aptX/aptX HD ist der Übertragungsstandard zeitgemäß hoch, da gibt es an der Übertragungsqualität nichts zu kritisieren. Wer jedoch einen mobilen Highres-Player besitzt oder solche Tracks auf seinem Laptop hat, kommt damit nicht voll auf seine Kosten. Doch Dali kennt sich ja erwiesenermaßen mit Klangqualität aus, und deshalb funktioniert die USB-A/USB-C-Verbindung nicht nur zum Aufladen, sondern auch für die Signaltransport. Wenn alle Stricke reißen, kann Musik auch auf analogem Wege über ein ebenfalls im Lieferumfang befindliches 3,5-Millimeter-Klinkenkabel zugespielt werden. Notwendig ist diese Verbindung zum Beispiel, um das Entertainment-Programm an Bord eines Flugzeugs zu genießen. Der für den Anschluss in manchen Flugzeugen erforderliche Doppelstecker-Adapter findet sich in der robust-eleganten Transportverpackung des IO-6. Bis hier hin hat Dali schonmal alles richtig gemacht.