Entweder als All-in-One-Gerät und tonaler Assistent für den Flachbildfernseher oder zum Aufbau eines 3.1-Systems wie in unserem Fall ist die Smart Soundbar 9 konzipiert. Mit 89 Zentimetern ist der Klangriegel überschaubar in der Breite, auch die Höhe und Tiefe fallen mit 7 beziehungsweise 10 Zentimetern äußerst moderat aus. Auf die Waage bringt die Soundbar 5,1 Kilo – ein Beweis dafür, dass sie nicht mit Komponenten vom Wühltisch bestückt ist. Etwas unverständlich ist, dass der Klangaufhübscher nicht wie die Smart Soundbox 3 in Schwarz und Weiß, sondern in Schwarz und Silber zu haben ist. Ein hübsches Accessoire ist die Glasplatte auf der Oberseite, die stilvoll wirkt und den Lautsprecher effektiv vor Fingerabdrücken schützt. Dieser kann sowohl auf einem Sideboard platziert als auch an der Wand befestigt werden. Im Inneren des 300 Watt starken 2.1-Virtual-Surround-Systems findet man vier 50-Millimeter-Tieftöner, zwei 50-Millimeter-Mitteltöner und zwei 19-Millimeter-Hochtöner – das lässt klanglich einiges erwarten.

Komfort, Komfort und Komfort

Auch bei den Anschlüssen wird dick aufgetragen: Hier kann man sich über einen HDMI-Ausgang, drei entsprechende Eingänge mit 4K- und 3D-Unterstützung, einen optischen, einen digitalen sowie einen analogen Audio-Ausgang freuen. Die Netzwerkanbindung erfolgt kabellos oder mittels Strippe, genau wie bei der Soundbox 3 sind Bluetooth 4.0, Spotify und Chromecast integriert. Chromecast erlaubt es, dass Streaming-Apps wie Spotify, Tidal, Deezer oder Google Play Music bequem mit der Soundbar kommunizieren und diese mit Musik versorgen können. Ein separater Subwoofer lässt sich per Kabel oder über Funk anschließen. Gesteuert wird die Soundbar 9 über Google Home oder den mitgelieferten handlichen Signalgeber. Der liegt griffig in der Hand und ist mit 17 weitgehend selbsterklärenden Tasten glücklicherweise nicht überladen. Drei Direktwahlspeicher zum Aufrufen zuvor gespeicherter Einstellungen sind ebenso verfügbar wie die Option zur Anpassung von Bass, Mittel- und Hochton sowie die Möglichkeit, bei gestreamten Songs zum vorherigen oder nächsten Titel zu springen. Dank IR-Lernfunktion kann man auch mit einer TV-Fernbedienung die Kontrolle über die Canton-Soundbar übernehmen. Deren Frontdisplay erweist sich ebenfalls als sehr auskunftsfreudig und informiert über alle Betriebszustände, die Lautstärke und ob man sich für die Modi »Stereo«, »Movie« oder »Music« entschieden hat. Das Gehäuse aus Mitteldichter Faserplatte ist verwindungssteif und wenig anfällig für Vibrationen. Im Gegensatz zu seinen früheren Soundbars hat Canton beim neuen Modell umfangreiche Modifikationen für die Lautsprecher-Einstellung integriert. Dazu gehören Kanalpegel, Entfernungseinstellung, Sprachverständlichkeit, Raum- und Gerätehöhe, damit das Zusammenspiel mit anderen Boxen perfekt harmoniert. Erleichtert wird das Setup durch einen Testton-Generator: Sollten Bild und Ton nicht hundertprozentig übereinstimmen, kann man die Lippensynchronität manuell optimieren. Falls man einen externen Subwoofer anschließt, erlaubt Canton zudem die Veränderung der Phasenlage. Mit einer Phasenlage von 180 Grad sollte man experimentieren, wenn der Basspegel bei der Trennfrequenz von 80 Hertz einen zu schwachbrüstigen Eindruck hinterlässt. Die Smart Soundbar 9 verarbeitet die Mehrkanal-Tonformate Dolby Audio und DTS Digital Surround.

Komplettiert wird unser Test-Trio durch den 200 Watt starken Subwoofer Smart Sub 8 mit acht Zoll großem Chassis. Konzipiert ist der Tieftöner als Downfire-Subwoofer. Im Gegensatz zum Frontfire-Subwoofer nutzt er den Boden als Reflexionsfläche für die Schallwellen. Diese werden auf diesem Weg gleichmäßig im Raum verteilt. Die Aufstellung ist prinzipiell unkomplizierter als bei einem Frontfire-Modell. Mit 27 x 33 x 27 Zentimetern ist der 8,5 Kilo schwere Sub 8 alles andere als ein Monstrum und dezent platzierbar, erhältlich ist er in den Farben Schwarz und Silber Seidenmatt jeweils mit Glasplatte auf der Oberseite. Das aktive Wireless Subwoofersystem verbindet sich kabellos mit Soundbar oder Lautsprecher, dafür sorgt eine Funkfrequenz von 5,8 Gigahertz. Maximal lässt sich eine Distanz von zehn Metern überbrücken. Optional ist aber auch eine Kabelverbindung möglich. Der Übertragungsbereich reicht von 30 bis 200 Hertz. Zur Ausstattung zählen eine Ein- und Ausschaltautomatik, Lautstärke und Phasenanpassung können über smarte Zuspieler wie die Smart Soundbar 9 verändert werden.