Wie gut man auf Radiowellen reitet

Bevor noch der Eindruck entsteht, dass es sich lediglich um einen komfortablen Wecker handelt, der ein Radio mit an Bord hat, schauen wir uns eben dieses einmal genauer an. Bei Empfang von DAB ist alles ganz einfach: Das Boston Acoustics sucht sich die passenden Pakete und zeigt die empfangbaren Sender mit Stationsname, Titel und Interpret sowie weiteren Zusatzfunktionen an. Übrigens reicht für das Steuern durch die Sender ein einziger Knopf aus. Boston hat die Bedienlogik mit klarem Blick auf den Kunden ausgerichtet, was wir dankbar zur Kenntnis nehmen. Während des gesamten Test-Parcours ist nicht ein Blick in die Bedienungsanleitung notwendig gewesen. Wo gibt es in dieser technischen Welt noch so etwas?

Beim UKW-Empfang verhält es sich ähnlich, mit der beiliegenden Antenne wird sowohl digitales als auch analoges Radio empfangen. Der eingebaute Speicher reicht für 20 Stationen – mehr als genug. Wer keine Lust auf Klänge aus dem Äther hat, kann über eine 3,5-mm-Klinke auch einen iPod, iPhone oder MP3-Spieler andocken. Bei Bedarf kann dem XT die Musik auch über den Kopfhöreranschluss entlockt werden. Das wäre allerdings zu schade, denn der in ein Bassreflexgehäuse eingebaute 9-Zentimeter-Breitbandlautsprecher bietet überdurchschnittliche Klangqualität. Sein Geheimnis ist eine digitale Entzerrung, die im Verstärker eingebaut ist und von Boston Acoustics als »BassTrac« bezeichnet wird. Sie sorgt dafür, dass das Tieftonvolumen bei jeder Lautstärke optimal ist.

Was uns zum eigentlichen Höhepunkt bringt, denn für ein Radio dieser Baugröße sind die Bass-Performance und der dazugehörige Rest einfach skandalös gut. Ob es klassische Musik oder Pop ist, spielt keine Rolle, denn es entsteht permanent der Eindruck, dass der wiedergebende Lautsprecher eigentlich sehr viel größer ist. Sicher ist, dass über diese Klangqualität nicht nur Fotografen ins Schwärmen geraten!

Schön sollst Du sein

Dass der Inhalt stimmt, davon haben wir uns überzeugt. Aber wie sieht es mit dem Äußeren aus? Die amerikanischen Entwickler haben sich gefragt, welche Farben für welche Märkte wohl geeignet sind. Mit Chaos ist das Ergebnis dieser Diskussion noch höflich beschrieben. Die einzig richtige Entscheidung, die man im Anschluss getroffen hat, lautet, dass sich die Kunden ihr Radio auf Wunsch farblich anpassen können.