Unter hübschem Mäntelchen

Was sich so leicht und logisch anhört, ist in Wahrheit mit sehr hohem technischen Aufwand verbunden. Pro Kanal arbeiten zwei mechanisch optimierte Breitbänder, die mit Neodym-Magneten bestückt sind. Bei der Verlagerung des Signals von links nach rechts kann man die Positionierung innerhalb des Gehäuses gut nachvollziehen. In der Mitte sind zwei an ein Trampolin erinnernde Membrane aktiv, die für die Abstrahlung tiefer Frequenzen verantwortlich sind. Sie sind so konzipiert, dass sich der SoundLink selbst bei hoher Lautstärke nicht in Bewegung setzt. Damit ist ein bekanntes Problem elegant gelöst.

Nun gibt es auch andere Hersteller, die 2.1-Systeme auf kleinem Raum anbieten, deren Klangqualität trotz größerer Gehäuse aber kaum an den SoundLink heranreicht. Woran liegt das? Bose setzt vor der Verstärkung einen digital arbeitenden Prozessor ein (DSP), der – gefüttert mit den Parametern der Chassis – dafür sorgt, dass diese bis an ihre physikalischen Grenzen arbeiten können, aber eben keinen Deut darüber. Ergebnis ist eine räumliche Klangqualität, die von einem Punkt abgestrahlt wird und so bisher nicht realisiert worden ist.

Neben der Übertragung per Bluetooth kann zudem eine weitere Quelle mit Hilfe eines 3,5-mm-Klinkensteckers eingebracht werden. Gut zu wissen, dass es das gibt – aber wer einmal drahtlos an den auch ansonsten kabelfreien Soundlink gesendet hat, wird kaum auf die Idee kommen, das im Lieferumfang befindliche Kabel zur Übertragung zu nutzen.

Leicht, leichter, Bose

Auf der Topseite des SoundLink befinden sich die Bedienelemente. Mit ganzen sechs Tasten kommt man dabei aus. Drei dienen der Lautstärkeregelung: lauter, leiser und Mute. Hinzu kommen der Ein-/Ausschalter, die Aux-Eingangswahl und die Bluetooth-Taste. Um den SoundLink zum Beispiel mit dem iPhone zu verbinden, wird die Bluetooth-Taste einfach drei Sekunden lang gedrückt. Ein blinkendes Symbol, das hinter der verspiegelten oberen Kante deutlich sichtbar ist, markiert die Bereitschaft zur Verbindungsaufnahme mit einem iPhone/iPad oder dem Laptop. Zuverlässig und schnell wurde der Bose in jeder von uns getesteten Kombination gefunden. Ein Signalton sagt uns, wenn die Verbindung erfolgreich hergestellt wurde. Dient ein Smartphone als Quelle, reduziert sich die Lautstärke des SoundLink bei einem eingehenden Anruf automatisch auf Null. Nach dem Ende des Telefonats geht es mit dem ursprünglichen Pegel weiter, was allerdings sanfter geschehen könnte.