Woran denkt man, wenn der Name des amerikanischen Unternehmens Bose fällt? In erster Linie an größtmögliche Alltagstauglichkeit der Produkte. Heimkino- oder Musiksysteme, Profi-Lautsprecher, Wireless-Technologie und eben auch die Kopfhörer sind strikt an Kundenwünschen orientiert. Deshalb enttäuschen die Komponenten auch nur äußerst selten. Schon lange, bevor der Apple-Hype begann, bot Bose ein Maximum an Service, Information und Technik. Aber eben nicht Technik um ihrer selbst willen, sondern zur Freude des Benutzers.
Eines von vielen Highlights sind die Kopfhörer, die über »Acoustic Noise Cancelling« verfügen. Sie unterdrücken Außengeräusche und sorgen dafür, dass selbst in einer lauten Umgebung wohltuende Ruhe herrscht. Den QuietComfort 3 hat i-fidelity.net bereits im Test vorgestellt. Seine hervorragende Praxiseignung veranlasste uns, nun auch den neuen Bose QuietComfort 15 zum Test zu bestellen. Er kostet 348 Euro und ist damit um 50 Euro preiswerter als das 3er-Modell, ferner verfügt er über eine andere Ohrmuschelgestaltung, die wir uns im Überblick anschauen wollen.
Grundsätzlich können Kopfhörer drei verschiedene Arten von Ohrmuscheln haben. Modern sind aufgrund der vielen mobilen Geräte In-Ohr-Kopfhörer, die in den Gehörgang eingeführt werden. Dazu liegen meist Adapter-Stücke dabei, die es dem Träger erlauben, den Hörer an sein Ohr anzupassen. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass Außengeräusche in hohem Maße unterdrückt werden. Viele empfinden die totale akustische Abschottung jedoch als beklemmend, gefährlich ist sie darüber hinaus. In-Ear-Kopfhörer sollten deshalb tatsächlich nur im Fitness-Studio benutzt werden. Beim Joggen oder Radfahren hört man andere Verkehrsteilnehmer nämlich nicht, was zu brenzligen Situationen führen kann. Um länger mit einem solchen Kopfhörer Spaß zu haben, muss die Anpassung an den Gehörgang übrigens wirklich perfekt sein, denn sitzen die Hörer zu locker, fallen sie einfach heraus. Sitzen sie zu stramm, schmerzen einem nach nur einer Stunde auf dem Cross-Trainer die Gehörgänge.
Komfortabler sind da Kopfhörer, die auf den Ohren sitzen. Hier sorgt ein weiches Polster dafür, dass sich die Muscheln sanft auf das Außenohr drücken. Über die Einstellung des Bügels hat man zudem die Möglichkeit, den Druck ein wenig zu variieren. Ein Modell dieser Bauart kann lange und ermüdungsfrei getragen werden. Allerdings sind diese Hörer für sportliche Betätigungen nicht geeignet, da sie am Kopf selber keinen richtigen Halt finden. Eine ruckartige Bewegung – und der Kopfhörer geht stiften. Werden diese Hörer dann auch noch ohne aktive Unterdrückung gefertigt, bieten sie keinen Schutz vor Außengeräuschen. In der Folge muss der Pegel, mit dem Musik vernünftig gehört werden kann, deutlich erhöht werden. Was wiederum dem Gehör nicht eben zuträglich ist.
Dass dritte Prinzip nennt sich »ohrumschließend«. Dabei sind die Muscheln so groß gefertigt, dass sie über die Ohren passen. Sie bieten sehr hohen Tragekomfort, da das Ohr selber unberührt bleibt. Das ist ideal, wenn man beispielsweise mehrere Stunden in einem Flugzeug verbringen muss. Ihre Baugröße liegt natürlich über der von Auf-Ohr-Hörern. Welches der drei Bauprinzipien klanglich die Nase vorn hat, lässt sich pauschal nicht sagen. Sie müssen sich vorher darüber klar werden, wann und wo Sie den Kopfhörer benutzen möchten. Wer viel Zeit in Flugzeugen oder Zügen verbringt, sollte sich auf jeden Fall für einen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung entscheiden.