Mit dem Simply-Red-Klassiker »Sad Old Red« starteten wir den Hörtest. Abgespielt von einem iMac, dessen iTunes-Datenbank von der exzellenten Software »Pure Music« angezapft wurde. Wie zu erwarten, legten die ersten Töne bereits die Anwesenheit eines Subwoofers nah. Faszinierend, wie auch ein erfahrener Kollege unter dem Schreibtisch nach dem natürlich nicht vorhandenen Basswürfel suchte. Bei der Präzision im Umgang mit Impulsen setzt das Bose-Duo in dieser Klasse neue Maßstäbe. Da gibt es keine unerwünschte akustische Nebenwirkung.

Selbst ein »Well You Needn't« von Miles Davis, das jedes 50-Euro-System an den Rand der Verzweiflung bringt, kommt dem Bose wie gerufen. Mit sehr angenehmem Glanz sind die Becken versehen, und die Trompete steht dem vor dem Computer Sitzenden direkt gegenüber. Hier kommt auch die DSP-Technik zum Tragen, denn die Abbildung der Bühne ragt über die Basisbreite hinaus. Dann wollen wir den Companion 20 mit den Fantastischen Vier den Garaus machen und wählen den »Krieger« aus.

 

Damit es auch der Letzte versteht

Keine Chance haben die im iMac verbauten Funktionslautsprecher, die allenfalls dazu taugen, eine eingetroffene E-Mail per Ton zur Kenntnis zu geben. Die zu diesem Zweck mit angeblich hoher Wattleistung ausgestatteten Plastikböxchen verenden wie ein Lebewesen, dem der Zugang zu Wasser verwehrt ist. Aber die Companion 20 werden ihrer Favoritenrolle in vollem Umfang gerecht: Pulsende Tieftonschläge und massives Schlagwerk bringen sie nicht aus dem Takt, und es gibt sogar noch Luft, um Thomas D.s eindringlichen Sprechgesang zu übertragen.