Nimmt man es ganz genau, dann ist die Zeit separater D/A-Wandler lange vorbei. Klar, die Kombination aus Wandler und Laufwerk gab und gibt es immer wieder mal zu bestaunen –  eine größere Marktbedeutung hat sie indes nicht mehr. Das sah vor der Jahrtausendwende noch ganz anders aus. Zu den besten Player-Wandler-Kombinationen, die der Autor in der Zeit besessen hat, gehörte das Duett aus dem Laufwerk Arcam Delta 170 und dem D/A-Wandler Delta Black Box. Nimmt man es ganz genau, dann war diese Kombination ihrer Zeit klanglich weit voraus.

Weil die Klangqualität der integrierten Player aber immer besser wurde, SACD-Signalströme zunächst nicht digital transportiert werden konnten und die Bereitschaft der Kundschaft sank, in teure Digital- und Netzkabel in doppelter Form zu investieren, lief das Geschäft mit den separaten Wandlern so langsam aus. Dank computergespeicherter Musik und der zugehörigen USB-Schnittstelle ist die Kategorie des separaten Wandlers heute allerdings wieder zu neuem Leben erwacht. Allerdings haben sich Art und Ausführung verändert. Denn heute kostet ein separater D/A-Wandler aus dem Haus Arcam in der Standard-Ausführung keine 400 Euro mehr.

Wie man Vertrauen schafft

Mit dieser Wertvorstellung im Kopf war sich der Autor ziemlich sicher, dass sich bei Arcam wohl niemand mehr an die ruhmreichen, weil klangvollen Zeiten erinnert. Wahrscheinlich, so dachte er sich, haben irgendwelche britischen Computer-Nerds den kleinen Kasten kurz am Reißbrett entworfen, so dass er eben funktioniert – und der Fall war erledigt. Aber dürfte dann Arcam draufstehen?

Der rDac ist 16 Zentimeter breit und 10 Zentimeter tief, wirkt eher wie die Verpackung eines Edelwerkzeugs als eine audiophile Komponente. Auf der Rückseite befindet sich ein physischer, sprich richtiger Netzschalter. Der Netzanschluss für die bereits vom externen Transformator erzeugten 6 Volt Gleichstrom liegt gleich daneben. Drei digitale Eingänge sind vorhanden: optisch, koaxial und USB sowie ein vergoldeter, analoger Cinch-Ausgang. Bei genauerer Betrachtung ist also auch klar, dass der rDac nicht nur eine Eignung für Computer aufweist, sondern möglicherweise auch älteren CD-Spielern zur klanglichen Verjüngungskur verhelfen kann – spannend.