Vierzig Jahre an der Spitze des französischen Lautsprecherbaus zu stehen, ist für Triangle wahrhaft ein Grund zum Feiern – und für besondere Jubiläumseditionen mit gewissem Esprit. Erfreulicherweise haben die Entscheider bei Triangle den Anlass genutzt, zuerst zwei moderat ausgepreiste Boxen ins Visier zu nehmen, damit eine breitere Käuferschicht an diesem Jubiläum teilhaben kann. So offeriert die Marke den großen Standlautsprecher Antal sowie die kleinere Comète aus der erschwinglichen Esprit EZ-Linie als Anniversary-Ausgaben mit dem Zusatz »40th«. Jene hier vorspielende Kompaktbox befindet sich – in sukzessive verfeinerten Varianten – seit über 25 (!) Jahren im Portfolio des Herstellers. Allein das stellt einen Beleg für grundsätzliche Qualität des Comète-Konzepts dar.

Für diese auf 2.000 Paare limitierte Sonderausführung hat Triangle weit mehr investiert als manche Mitbewerber, die zu solchem Anlass lediglich eine andere Farbe auflegen, eine schicke Gravur in das Anschlussfeld ritzen und eine rote Schleife drumherum binden. In Frankreich gingen die Ingenieure bei der Aufwertung des Jubiläumsexemplars ambitionierter ans Werk, es wurde tiefgreifend und umfassend optimiert. Das beginnt bei dem zentralen Markenzeichen von Triangle-Lautsprechern: dem Hochtöner. Hier folgt man dem präferierten Horn-Prinzip. Eine ohnehin schon wirkungsgradstarke Metallkalotte agiert in Tateinheit mit einer zusätzlich pegelverstärkenden Kompressionskammer. Anstelle des bis dato verwendeten Titans setzten die Entwickler auf eine Membran aus Magnesium. Dieses Material vereint zwei zentrale Aspekte: Leichtigkeit und Steifheit. Der präzise berechnete Hornvorsatz soll nicht nur hohe Empfindlichkeit, sondern auch geringe Verzerrungen und ein konstantes Abstrahlverhalten gewährleisten.

Da Triangle seine Treiber grundsätzlich selbst entwickelt und fertigt, konnte auch der Tieftöner kurzerhand neu gestaltet werden. Als Basis diente der Mitteltöner der großen Australe EZ, der mit einem anderen Antrieb und kräftigerem Magneten für seine neue Aufgabe in der Comète 40th vorbereitet wurde. Die Membran besteht aus einer anderen Art Zellstoff und erhielt eine spezielle Sicke aus Naturkautschuk. Der neue, in voller Absicht mit der Membran schwingende Phaseplug unterstützt die Gleichmäßigkeit im Abstrahlverhalten, wodurch etwaige Korrekturmaßnahmen der Frequenzweiche ausbleiben können. Dieses Prinzip einer möglichst einfachen Weichengestaltung zieht sich durch den ganzen Aufbau, wie Markus Brogle vom hiesigen Triangle-Vertrieb Reichmann Audio-Systeme erläutert: »Phasenrichtig spielt die Box schon allein wegen der konstruktiven Eigenschaften des Hornhochtöners, der so designed ist, dass sein Schallentstehungszentrum, also das vordere Ende der Schwingspule, auf derselben Ebene liegt wie das des Tiefmitteltöners. So kann sich die Weiche tatsächlich nur um die Trennung der Arbeitsbereiche kümmern und braucht ansonsten keine Korrekturelemente. Das ist der generelle Vorteil von Lautsprechern aus dem Hause Triangle. Da alle Chassis bereits in der Konzeption aufeinander zu entwickelt werden, können die Frequenzweichen sehr effizient gestaltet werden, was dem Wirkungsgrad und damit der Lebendigkeit zugute kommt.«