Ein Besuch im Frankfurter Museum für Kommunikation ist immer lohnenswert. Die Bandbreite der Exponate von der Keilschrifttafel bis zur Datenbrille ist enorm, sodass für jeden etwas Interessantes dabei sein sollte. In dem am Main gelegenen Gebäude ist allerdings nur ein Bruchteil der Sammlung zu sehen. Das zugehörige Depot befindet sich im nicht weit enfernten Städtchen Heusenstamm. Unfassbare 375.000 Objekte werden dort auf rund 15.000 Quadratmetern Fläche aufbewahrt. Zu der Sammlung gehören auch Phonographen, Grammophone und Schallplattenspieler, die einmal im Monat im Rahmen einer zweistündigen Führung bewundert werden können.
Mit dem Grammophon erfand Emil Berliner 1887 den mechanischen Vorläufer des Plattenspielers. Er benötigte zum Abspielen keine Walzen mehr, sondern Schallplatten, die zunächst aus Zinkblech, dann aus Hartgummi und ab 1895 aus Schellack gefertigt wurden. Auch die Schellackplatte ist eine Erfindung Berliners, der 1898 in Hannover die Deutsche Grammophon Gesellschaft gründete – die erste Firma, die ausschließlich Schallplatten herstellte. In der Heusenstammer Sammlung finden sich aktuell rund 200 spannende Objekte aus dieser Zeit. Diese historischen Maschinen stehen natürlich im starken Kontrast zu den Laufwerken und Plattenspielern, mit denen wir heute Musik hören. Beispielsweise dem stilvollen Transrotor Bellini, der uns im Gegensatz zum gleichnamigen Cocktail deutlich mehr Genuss bietet.
Im Vergleich zu den meistem Laufwerken, welche die Bergisch Gladbacher Manufaktur üblicherweise verlassen, wirkt der Bellini mit seinem transparenten Acryl-Chassis und dem Aluminium-Plattenteller geradezu dezent, und gerade das macht seinen Reiz aus. Schließlich handelt es sich um einen Plattenspieler mit den bewährten Transrotor-Tugenden, dessen Ausmaße sich aber im Rahmen halten. Design-Vorläufer waren die Laufwerke Strato und Leonardo. Einen sichtbaren Unterschied markiert die optionale Staubschutzhaube, die – wichtige Information für Puristen – beim Hören sehr einfach abgenommen werden kann. Alleine die Entwicklung der neuen Scharniere hat laut Transrotor deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet. Trocken merkt Geschäftsführer Dirk Räke dazu an, dass die Begriffe Transrotor und Kompromiss einfach unvereinbar seien. Die Haube erspart Besitzern aufwendige Putzaktionen mit Fotopinsel und Microfasertuch.