Berücksichtigt man die Entwicklung unterschiedlicher Kommunikationswege unter dem Aspekt der Geschwindigkeit, dann ist das in den Stein meißeln von Buchstaben extrem aufwendig. Zum einen nimmt es Zeit in Anspruch und die anschließende Verteilung an unterschiedliche Empfänger ist auch kaum möglich. Sie müssen zur Botschaft kommen. Darauf standen in der Antike beispielsweise Gesetzestexte, da diese auch über Generationen hinaus ihre Gültigkeit behalten haben. In der Religion sind es die Steintafeln, die Moses von Gott mit den eingravierten Zehn Geboten erhalten hat. Wir verwenden die Formulierung heute für Dinge, die anschließend nicht mehr geändert werden können. Genau dieser Aspekt spielt für den Plattenspieler Bellini in seinem schweren, alternativ zur normalen Ausführung zu bekommenden Schiefergewand die entscheidende Rolle.
Vor 400 Millionen Jahren entstand Schiefer durch die Ablagerungen von Tonschlick am Meeresboden. Das Material ist gut spaltbar und wird deshalb bereits seit Jahrhunderten als Baustoff verwendet, zumeist ist er auf Dächern oder an Fassaden zu finden. Heute reichen die Einsatzmöglichkeiten sehr viel weiter, so ist die Verwendung für Fußböden, Wandverkleidungen und Möbel möglich. Und vom Mobiliar bis zum Plattenspieler ist der Weg gar nicht so weit, denn die Ästhetik des Werkstoffs bringt Zeitlosigkeit mit sich und das ist ein Attribut, das zu Transrotor ebenso wie Wertbeständigkeit exzellent passt. Schiefer ist ein Naturwerkstoff und das kann auch die professionellste Bearbeitung nicht verdecken. Soll sie auch gar nicht, denn Ecken und Kanten in individueller Form sind schließlich auch Charakter menschlichen Lebens. Schiefer bedeutet demzufolge weitaus mehr, als ein alternatives Fertigungsmaterial. So schaut man sich diesen Bellini gerne genauer aus unterschiedlichen Blickwinkeln an, denn keiner gleicht dem anderen. Es schaut zuweilen aus, wie ein stiller Ozean aus der Vogelperspektive.
Aber passt dieses Naturprodukt zu der Präzision von Transrotor? Dirk Räke führt dazu aus, dass wenn die hohen Fertigungsstandards nicht zu halten gewesen wären, es den Bellini in dieser Form nie gegeben hätte. Klar formuliert der Geschäftsführer: »Seit 1971 ist Transrotor ein Familienbetrieb, dessen Werte klar und unveräußerlich sind«. Das Ergebnis kann sich deshalb sprichwörtlich sehen lassen: ein klassischer Plattenspieler mit Abdeckhaube, Riemenantrieb und massivem Plattenteller. Ergänzt wird das attraktive Erscheinungsbild natürlich durch die edlen Mitspieler, als da wären der schwarz-matte Tonarm TRA 9/2.1, der MC-Tonabnehmer Figaro und das Netzteil Konstant M1 Reference. Auf der Waage werden 25 Kilogramm angezeigt, 9,25 davon entfallen alleine auf den Plattenteller. Der Motor sitzt in einem Ausschnitt der Schieferplatte, je nach optischer Vorstellung kann der Blick auf die Antriebsspindel frei oder von einer passenden Abdeckung beschränkt werden. Bei einem Transrotor addieren sich viele klug überlegte, handwerklich hervorragend umgesetzte Eigenschaften stets zu einem klingenden Gesamtkunstwerk. So erfolgt das ins Wasser stellen des Laufwerks mit einer solchen Präzision, dass man sich tatsächlich wünscht, eine unebene Unterstellfläche zu haben, nur um dann zu sehen, wie sich die Luftblase in der Libelle langsam aber sicher in das Zentrum bewegt. Das parallele Ausrichten funktioniert über das Drehen an den soliden Füßen und ist ein Muss, um die höchste Wiedergabequalität zu erreichen.