Herkömmliches PCM, angefangen beim originären CD-Datenformat, bescheidet sich mit einer vergleichsweise niedrigen Taktrate. Die einzelnen Datenworte, die die Information über die Höhenangabe der späteren Tonkurve beinhalten, liegen relativ weit auseinander. Bei CD verkürzt der PDP 3000 HV deren Abstand durch Oversampling um den Faktor acht und schiebt dadurch die durch die Digitalisierung bedingten Störkomponenten (Stichwort Aliasing) weit weg vom hörbaren Übertragungsbereich. Daneben hat die Präzision bei der Wiedergabe oberste Priorität. Kämen die einzelnen Datenpakete zur falschen Zeit bei den Wandlern an, entstünde Jitter, sprich allerfeinste Schwankungen, die zu Instabilitäten in der räumlichen Abbildung führen würden.

Einer alleine hätte gereicht

In einer ersten Stufe taktet der Player die Daten vom Laufwerk oder von einem der sieben Digitaleingänge präzise neu. Jetzt könnten sie auf dem Weg zu den Digital/Analogwandlern noch aus dem Gleichschritt kommen. Vorsorglich stellt sie T+A unmittelbar vor den Konvertern mit einer zweiten Anti-Jitterstufe neu auf. So taufrisch taktgebadet, erlaubt ein digitaler Signalprozessor mit seiner Rechenleistung dem späteren Besitzer noch feine Klangkorrekturen in vier Stufen. Anschließend übersetzt das Wandlerjuwel PCM 1794 der amerikanischen Chip-Manufaktur Analog Devices die Musikdaten in die Analogwelt. Ein einziger Konverterbaustein hätte zwar auch gereicht, war den Entwicklern aber nicht genug. Sie spendierten gleich vier der hochkomprimierten Halbleiterchips, die durch eine raffinierte Verschaltung das Rauschen minimieren und durch Mittelung den letztmöglichen Rest an Zeitfehlern an die Untergrenze treiben.

Die Wandlerchips würden sich liebend gerne auch den vergleichsweise ultrahoch getakteten DSD-Daten von der SACD annehmen, doch das war T+A-Chefentwickler Lothar Wiemann suspekt – wird doch ein in Großserie gefertigter Schaltkreis den Gegebenheiten der unterschiedlichen Signale seiner Ansicht nach kaum gerecht. Bei PCM steht die korrekte Übertragung der Auflösung, also die zeitrichtige Information über die Amplitudenhöhe, im Vordergrund. DSD interessiert sich nicht für die absolute Höhe des Signals. Es fährt ultraschnell (gegenüber der CD mit 64-facher Abtastfrequenz) mit Ein/Ausschaltimpulsen die Tonkurven nach. »Ein« heißt aufwärts, »Null« abwärts. Bei einer alternierenden Folge aus Nullen und Einsen bleibt die Höhe konstant. Das klingt simpel, doch wie so oft steckt der Teufel im Detail. In Großserie gefertigte DSD-Wandler generieren das Ausgangssignal (falls Filter oder eine Lautstärkeregelung mit im Spiel sind) nur über den Umweg einer internen Wandlung ins PCM-Signal.