Seit Jahrzehnten liefert der englische Hersteller QED exzellente Kabelqualität zu durchweg vernünftigen Preisen. Basis des Erfolgs ist seit jeher die aufwendige Entwicklungsarbeit der Briten – kaum ein anderer Hersteller von Audio- und Videoverbindungen verfügt über einen vergleichbaren Park an Messgeräten. So kam bei der Entwicklung des Reference Ethernet unter anderem das Messgerät Fluke DSX 8000 CAT 8 zum Einsatz, ein spezielles Analyse-Tool zur Prüfung und Zertifizierung von Ethernet-Verbindungen, das alleine um die 16.000 Euro kostet. QED entwickelt und konstruiert ein solches Kabel also auf der Basis von physikalischen Grundlagen und verlässt sich nicht ausschließlich auf einen Höreindruck. Doch warum ist dieses Ethernet-Kabel überhaupt entstanden?

Bei QED hat man sich unterschiedliche Netzwerkkabel, die nach dem CAT 5e-Standard (Bandbreite bis 100 MHz) gefertigt sind, angeschaut und dabei festgestellt, dass es häufig durch Übersprechen zu Fehlern im Zeitbereich kommt und die für HighRes-Datenübertragung erforderliche Bandbreite spätestens durch die schlechte Kontaktqualität der Stecker in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Herausforderung für die QED-Entwickler bestand folglich darin, diese Probleme mit einem eigenen Ethernetkabel in den Griff zu bekommen. Einen CAT-Stecker zu entwickeln, hätte sicher den finanziellen Rahmen gesprengt. Das war aber auch gar nicht notwendig, denn beim deutschen Kontaktspezialisten Telegärtner fand sich mit dem MFP8 Cat.8.1 ein geeigneter Stecker. Seit 2017 werden die Verbinder im baden-württembergischen Steinenbronn für Übertragungsraten bis zu 100 Gigabit pro Sekunde hergestellt. Sie zeichnen sich durch eine hohe Kontaktqualität aus und sind zudem besser vor HF-Einstreuungen geschützt als viele andere Stecker.

Das Reference Ethernet ist eine CAT 8-Leitung. Dieses Gigabit-Ethernet-Kabel unterstützt Bandbreiten bis zu 2.000 MHz und ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten bis 40 Gigabit pro Sekunde. Um diese Werte zu erreichen, bedarf es nicht nur eines sorgfältigen geometrischen Aufbaus, sondern das Kabel benötigt auch eine Schirmung, die elektromagnetische Störungen fernhält und das Übersprechen zwischen den verschiedenen Leitern unterdrückt. Im Reference Ethernet sorgen vier verschiedene Schichten, darunter eine mit Eisen imprägnierte Hülle und eine Aluminiumfolie, für den entsprechenden Schutz des Signals. Digitale Musikdaten im Format DSD 512 und 32 Bit / 384 Kilohertz störungsfrei und zeitrichtig zu übertragen, sollte für diese Leitung deshalb kein Problem sein.

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