Doch was genau verbirgt sich hinter der »Aktivator«-Technik? Auch nach dem Lesen der Herstellerinformationen bleibt für viele Musikliebhaber ein gewisses Fragezeichen. Es geht um die »Behandlung« des Ausgangsmaterials zum Zwecke der Optimierung – und das kommt uns bekannt vor. In der HiFi-Branche wird viel über Elektronik, Schaltungen und Wandler gesprochen, deutlich seltener jedoch über einen ebenso entscheidenden Einflussfaktor: mechanischen Materialstress. Dabei wirken in nahezu jeder Audio-Komponente Kräfte, die den Klang subtil, aber hörbar beeinflussen können. 

Lautsprechergehäuse stehen unter ständigem Druck durch Luftbewegungen und Chassis-Rückkräfte. Tonarme, Laufwerke und Plattenteller reagieren empfindlich auf Mikrovibrationen. Selbst Leiterplatten, Kühlkörper und Verstärkergehäuse sind thermischen und mechanischen Spannungen ausgesetzt. Physikalisch betrachtet entsteht dabei Materialstress, der – wenn er ungünstig verteilt ist – Resonanzen, Verformungen oder langfristige Materialermüdung begünstigen kann. Fertigungstechniken wie Spannungsarmglühen, kontrollierte Abkühlung (Kryogenisieren) oder gezielte Oberflächenbehandlung reduzieren interne Eigenspannungen – ein Detail, das sich langfristig in Stabilität und Konstanz auszahlt und im Falle der Aktivator-Technik für ein intensiveres Klangerlebnis sorgen soll. 

Energiezuwachs

Dank ihrer geringen Masse beeinflusst die Matte das Subchassis und die Federmechanik vieler Laufwerke nicht nennenswert. Noch einmal zur Erinnerung: Die Aktivator-Plattentellermatte führt nicht zu einem unmittelbaren Aha-Effekt – sie verlangt Zeit, wie ein gutes Musikstück, das sich langsam entfaltet. Für den Hörvergleich empfiehlt sich daher der Ablauf zuerst mit der Phonosophie-Matte hören – und dann ohne bzw. mit einer alternativen Matte. Die Klangcharakteristik ändert sich bei Verwendung der Auflage. Das Klangbild wird plastischer und deht sich in den Raumdimensionen dezent, aber wahrnehmbar aus. Zudem profitiert der Gesamteindruck von mehr Intensität, was zu geordneteren Verhältnissen zwischen einzelnen Instrumenten und Stimmen führt und diese in Teilen deutlich bessser beleuchtet. Die Trompete zu Beginn von Sades »Soldier Of Love« eignet sich zur Überprüfung der Wirkung exzellent. Die Summe des klanglichen Zugewinns rechtfertigt den Einsatz der Phonosophie-Plattentellerauflage definitiv – und das Ausprobieren auf dem eigenen Plattenspieler erhält von i-fidelity.net eine nachhaltige Empfehlung.