Wenn Ingo Hansen richtig strahlt, hat er in den allermeisten Fällen ein neues »Spielzeug« zur Klangoptimierung dabei – und niemand muss lange auf die Erklärung warten. Schließlich ist geteilte Begeisterung mehr als doppelt so schön. Wer den Sound-Missionar Hansen länger kennt, kann ihn gut lesen. Anders gesagt: Man tut gut daran, sich bei manchen Aussagen seinen eigenen Reim zu machen. Welchen Namen eine Technik trägt, ist dabei weitaus weniger wichtig als ihre Wirkung – und da gibt es mit Phonosophie seit Jahren kaum oder gar keine Differenzen. So setzen wir bei i-fidelity.net die Phonosophie-Feinsicherungen ein, vertrauen seit Jahrzehnten auf die Bi-Wiring-Brücken, nutzen die Racks und sind bekennende CD-Flux-Anwender. 

Auf den Süddeutschen HiFi-Tagen 2025 in Stuttgart hatte Hansen seine neue Aktivator-Plattentellerauflage im Gepäck – und die hat es, um es vorwegzunehmen, in sich. Mit einer Stärke von lediglich 1,5 bis 2 Millimetern und einem Gewicht von 30 bis 34 Gramm bleibt sie extrem leicht. Ein Aspekt, der in der Praxis entscheidend ist, da er eine Neujustierung der Tonarmhöhe meist überflüssig macht. Der lasergeschnittene, geometrisch ausgeklügelte Schnitt – eine Art organisches Blütenmuster – sorgt für die massearme Ausführung – unser Testexemplar wiegt 31 Gramm – und schafft eine gleichmäßige Unterlage für die Schallplatte. 

Im Zentrum der Phonosophie-Matte steht die firmeneigene Aktivator-Technologie. Was zunächst esoterisch klingen mag, folgt einer klaren klangphilosophischen Linie: Durch eine gezielte Behandlung des Materials sollen elektromagnetische Felder, die aus sogenannten Energiepotenzialwirbeln entstehen, reduziert werden. Diese EM-Felder entstehen laut Hersteller nicht nur durch die elektrostatische Ladung der Schallplatte, sondern auch innerhalb des Plattenspielers selbst. 

Die Integration dieser Technik in die Lederstruktur ist das Ergebnis langjähriger Forschung und soll laut Phonosophie das Klangbild spürbar beruhigen und energetisch harmonisieren. Die Matte durchläuft dabei einen hörbaren Einspielprozess – was uns zunächst skeptisch stimmt. Doch wie gut es ist, unvoreingenommen an die Sache heranzugehen, zeigt sich im i-fidelity.net-Hörraum: Nachdem der Clearaudio Anniversary mit der Aktivator-Plattentellerauflage bestückt ist, klingt es zunächst überraschend schlechter. Die Wiedergabe wirkt härter, die Musik klebt an den Lautsprechern. Ein Anruf bei Phonosophie in Hamburg bringt Klärung: Nach der Schilderung unserer ersten Klangeindrücke entgegnet Hansen gelassen, dass ein Blick in die Produktbeschreibung uns den Anruf erspart hätte. Die Matte klingt zu Beginn exakt wie beschrieben – das gebe sich aber mit der Zeit und erst dann ist der Vergleich sinnvoll.