Im oberen Teil des Bi-Wiring-Anschlussterminals befinden sich Schalter, mit deren Hilfe die Lautsprecher an den eigenen Geschmack und/oder den Wohnraum angepasst werden können.

Warum wird ein solcher Aufwand betrieben? Darauf hat die Konstruktionsmannschaft eine klare Antwort: »Weil wir uns ein klangliches Ziel gesteckt hatten, und daraus ergibt sich folgerichtig die Technik, die für uns Mittel zum Zweck ist.« Eine Aussage, die sich im Laufe der intensiven i-fidelity.net-Beschäftigung mit der 170 als hundertprozentig und zudem werthaltig erwiesen hat. Beginnen wir mit den für ihren Einsatzbereich optimierten Chassis. Bei den drei Basstreibern handelt es sich um Weiterentwicklungen von bereits in Nubert-Subwoofern eingesetzten Modellen. Die Glasfaser-Sandwichmembranen sind leicht und hochgradig stabil, zudem werden sie mit Hilfe einer doppelten Zentrierspinne fixiert. Damit soll die lineare Bewegung der Membrane auch bei weiten Auslenkungen erhalten bleiben. Montiert ist das Ganze in einem Korb aus Aluminium-Druckguss, der strömungsoptimiert ist. Dadurch soll der rückwärtig abgestrahlte Schall störungsfrei entweichen können.

Auch die Membranen der beiden 15-Zentimeter-Tiefmitteltöner bestehen aus einem Gemisch aus zwei Lagen Glasfaser und einer Lage Papier. Weit außerhalb des Arbeitsbereichs liegt der Frequenzanteil, der zu Partialschwingungen des Chassis führen würde. Denn wie für alle Nubert-Chassis gilt, dass sie in ihrem Aufgabenbereich möglichst fehlerfrei agieren können. Mit einer Besonderheit warten die 5,2er-Mittelhochtöner auf, denn sie sind mit einer Flachmembran bestückt, deren Bewegung perfekt kolbenförmig verlaufen soll. Zudem liegt der Membrandurchmesser so niedrig, dass Bündelungseffekte weitestgehend vermieden werden sollen. Im Zentrum sitzt schließlich eine Seidengewebekalotte, die nach Spezifikationen eigens für das Schwäbisch Gmünder Unternehmen gefertigt wird. Typisch für Nubert ist die asymmetrische Anordnung des Tweeters, der bei korrekter Aufstellung nach innen zeigt. Es gibt also eine »linke« und eine »rechte« nuVero. Sinn und Zweck dieser Übung ist die Vermeidung von klangschädlichen Kantenreflexionen.

Das ist die Schlüsselposition

Für die harmonische Integration aller Chassis-Gruppen ist die perfekte Zuteilung der Frequenzen notwendig. Dafür sitzt im Gehäuse die dreiteilig aufgebaute Frequenzweiche. Bestückt ist sie unter anderem mit Kunststoff-Folienkondensatoren und Kernspulen, die laut Nubert einen niedrigen Sättigungsgrad haben. Zudem ist die Weiche so ausgelegt, dass verschiedene klangliche Abstimmungen möglich sind. Dazu finden sich außen zwischen den soliden Bi-Wiring-Anschlussklemmen am oberen Anschlussfeld zwei Schalter, mit deren Hilfe sich Mittel- und Hochtonzweig im Pegel beeinflussen und damit dem eigenen Geschmack beziehungsweise den räumlichen Gegebenheiten anpassen lassen. Im Tieftonbereich ist die Anpassung durch das Verschließen von einer oder beiden rückwärtigen Bassreflexöffnungen mit Hilfe beiliegender Stopfen möglich. Auch hier geben die professionellen Instruktionen den richtigen Weg beim Einsatz vor. Auch und gerade an diesem Punkt macht sich Nuberts Know-how exemplarisch bemerkbar, denn die klanglichen Änderungen sind alles andere als extrem, sondern vielmehr absolut praxistauglich gewählt. Kunden bieten diese Optionen die Sicherheit, eine nuVero 170 in verschiedenen Räumen auf das klangliche Maximum trimmen zu können. Schließlich gibt es noch einen weiteren, im unteren Anschlussfeld platzierten Schalter, mit dessen Hilfe die Tieftonfrequenzweiche umgangen werden kann, um so den Teilaktivbetrieb zu ermöglichen.