Auf diesem Album zeigt Di Meola ein hohes Maß an musikalischer Kreativität und instrumentalem Können. 26 Jahre nach dem Erscheinen ein Klassiker.

Wechselt man die symmetrische gegen eine Cinch-Verbindung aus, dann verliert das Klangbild an Frische und Kraft. Die Trompete von Miles Davis in »Round Midnight« klingt zwar immer noch glaubhaft, aber die Luft, die die XLR-Verbindung dem Klangbild hinzufügt und die für das großartige Klangerlebnis verantwortlich ist, fehlt. Keine Minute ist der »Appell« aus Klaus Doldingers Filmmusik »Das Boot« lang. Mit klassischen HiFi-Verstärkern lässt sich zwar Klangfarbe vermitteln, aber von dem physischen Druck kommt am Hörplatz nichts an. Hier lässt die nuPower A jetzt kultiviert die Muskeln spielen. Dabei kommt dem Klangbild auch zugute, dass die Endstufe nicht einmal einen minimalen Hang zu »dicken Backen« hat – ein Phänomen, das leistungsstarken Verstärkern manchmal zum Verhängnis wird. Dann gibt es zwar auch das physische Erlebnis, aber mit Natürlichkeit und Neutralität hat das nichts mehr zu tun.

Hoher Erlebniswert

Erhört man den Pegel, um Al Di Meolas exzellentes Stück »The Embrace« zu genießen, stockt einem spätestens nach einer Minute und 46 Sekunden der Atem: Denn dann unterbricht massives Schlagwerk den vorher sanft dahingleitenden Titel – und jetzt kommt die Leistung diese Endstufe voll zum Tragen. Nicht nur, dass sie die dynamischen Sprünge mühelos und korrekt meistert, uns fasziniert vor allem die Brutalität, mit der die Tieftonimpulse ohne jeden Konturverlust in den Hörraum geschoben werden. Obwohl der Pegel mittlerweile absolut nicht mehr als moderat beschrieben werden kann, zeigt die nuPower A nicht einmal im Ansatz Ermüdungserscheinungen. Im Gegenteil verlangt sie nach mehr.

Also bitte: Die Avid-Lautsprecher Reference Four haben nur einen mittelprächtigen Wirkungsgrad, und Depeche Modes »Live In Berlin« funktioniert nur mit satten Pegeln. Schon beim Auftakt von »Welcome To My World« demonstriert die nuPower A Souveränität in allerhöchstem Maße. Satt und schwarz pumpt sie im Stile einer Klasse-Endstufe die elektronisch erzeugte Bassorgie in den Hörraum. Dabei verdeckt sie kein Stück des Publikums, und spätestens mit der korrekten Abbildung von Dave Gahans Stimme, bei der der Nachhall aus der Halle deutlich mit eingefangen ist, begreifen wir, dass die nuPower A höchsten Ansprüchen standhält. Das gilt allerdings nicht für ihren Preis – diese Qualitätsstufe lassen sich andere Hersteller deutlich teurer bezahlen.

Im Monobetrieb verdoppelt sich die Leistung der nuPower A. Sie ist dann in der Lage auch wirkungsgradschwache und impedanzkritische Lautsprecher anzutreiben.