Nach dem Auslesen der Daten geht es in den D/A-Wandler, der aus dem Hause Cirrus Logic stammt. Der CS4398 ist ein Multibitler, der Samplingraten von bis zu 192 Kilohertz und Wortlängen von 24 Bit verarbeiten kann. Zudem gilt er als unempfindlich gegenüber klangschädlichem Jitter. Hier gibt es also keine Materialschlachten mit kanalgetrennten Wandlern oder Ähnlichem. Ken Ishiwata nutzt eine konventionelle Lösung. Beim KI-Pearl kann zwischen zwei Digitalfiltern geschaltet werden. Stellung 1 verfügt über ein asymmetrisches, flaches Roll-Off-Filter, Position 2 über ein asymmetrisches, mit deutlich höherer Steilflankigkeit versehenes Filter.
Über den Digitaleingang auf der Rückseite können auch andere Digitalquellen von der Qualität der Marantz-Wandler-Abteilung profitieren. Das funktioniert einwandfrei und mit hoher Wiedergabequalität. Was sich in anderen Marantz-Komponenten bereits bewährt hat, kommt auch im Pearl zum Einsatz: die Verstärkerausgangsstufen HDAM-SA2. Die »Hyper Dynamic Amplifier Module« gibt es bereits seit 17 Jahren. Die SA2-Version stellt die jüngste Entwicklungsstufe dar.
Damit die hochwertigen Bauteile allesamt in ausreichendem Maße und schnell mit Energie versorgt werden können, braucht es ein Netzteil. Das ist im KI Pearl sehr üppig ausgefallen. Ein entkoppelter und geschirmter Ringkerntransformator versorgt digitale und analoge Baugruppen auf getrennten Wegen. Man merkt, dass Mr. Ishiwata auf dem Gebiet des Verstärkerbaus weitreichende Erfahrungen hat.
Wo aber liegt das konstruktive Geheimnis? Zum einen in den auch in anderen Bereichen der Musikanlage relevanten Bereichen, so ist etwa das verkupferte und sehr massive Chassis des Players gegen hochfrequente Einstrahlungen resistent. Gleichfalls ist die ungeheuer stabile Konstruktion bestens gegen Resonanzen und Mikrofonie gewappnet. Zum anderen ist es sicher die zielgerichtete Kombination verschiedener Baugruppen (Laufwerk, Wandler, Ausgangsstufe) zum harmonischen Gesamtkunstwerk.
Ken Ishiwata antwortet auf die Frage nach der Wiedergabequalität wiederum mit einem Bild: »Was macht die Beatles aus? Paul oder John? Die Antwort ist denkbar einfach: Auch in diesem Fall sorgt das Zusammenspiel der vier Musiker für das Ergebnis. Es gibt nicht die Antwort, es liegt an der Perfektion oder Qualität dieses oder jenes Musikers. Das Ganze zählt!« Dann sind wir jetzt sehr gespannt, was der Marantz im Hörraum leistet.