Sobald die hochglanz-schwarzen Monumente im Hörraum platziert sind, schauen einem bei empfehlenswerter Nichtverwendung der Abdeckung zwölf Chassis an. Im unteren Bereich der Schallwand sind drei 20-Zentimeter-Tieftontreiber montiert, die den Bereich bis 200 Hertz übernehmen. Für die Fixierung in der Schallwand setzt Magnat gleich acht Schrauben ein. Allein an dieser Tatsache lässt sich ablesen, dass die Audiophilen die Ingenieure überstimmt haben. Ein Chassis mit diesem Durchmesser und Gewicht könnte nämlich auch locker mit nur vier Fixierungspunkten auskommen. Die Verdopplung führt dazu, dass die mechanische Energie der Membran nur noch geringste Chancen hat, über den Aluminiumring einfach in der Schallwand zu verschwinden. Die Schallwelle soll schließlich beim Hörer ankommen.

Hoher Materialaufwand

Die Membran selbst ist aus einer Aluminium-Keramik-Verbindung hergestellt, die leicht und extrem steif ist. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Anordnung ist die Staubschutzhaube im Zentrum invers aufgesetzt, was nach Erkenntnissen der Entwicklungsabteilung eine weitere Membranversteifung zur Folge hat. Der Korb, der Magnetsystem und Membran trägt, ist aus Aluminium gefertigt. Die Stege sind möglichst dünn gehalten, um auch kleinste Kompressionseffekte zu vermeiden. Der Schwingspulenträger ist mit Polyimid überzogen, das dauerhafte Temperaturen von rund 200°C schadlos übersteht. Wer also beabsichtigt, mit der Signature eine Phon-Orgie zu feiern, darf damit rechnen, dass der Lautsprecher das bei Einsatz eines hochwertigen Verstärkers auch unbeschadet überlebt.

Die 30 Millimeter durchmessende Hochtonkalotte liegt zwischen den beiden symmetrisch angeordneten 17-Zentimeter-Mitteltönern. Technisch betrachtet spricht man hier von einer D'Appolito-Anordnung. Dieser Aufbau führt dazu, dass Reflexionen von Decke und Boden verringert werden, was eine verbesserte Abbildungsgenauigkeit zur Folge hat. Die Kalotte  sitzt in einem schallleitungsoptimierten Aluminiumring und verfügt über einen starken Magnetantrieb. Mit 24 Dezibel Flankensteilheit trennt die zweiteilige Frequenzweiche die Chassis der Dreiwege-Konstruktion steil und sauber voneinander, Bi-Wiring beziehungsweise Bi-Amping sind ebenfalls möglich. Bei der Innenverkabelung kommt keine Standardkupferlitze zum Einsatz, sondern zweckoptimierte Verbindungen von Oehlbach.

Mit dem gleichen hohen Aufwand haben sich die Konstrukteure um das sorgfältig lackierte Gehäuse gekümmert. Es besteht aus Mitteldichten Faserplatten, die an den Seiten unterschiedliche Materialdicken aufweisen, um Gehäuseresonanzen effektiver zu unterdrücken. Im Innern der Box befinden sich eine ganz Reihe von Versteifungen, die auch und gerade dann für hohe Stabilität sorgen, wenn der Lautsprecher hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt ist. Die anderthalb Zentner Gewicht ruhen nach Auffinden der endgültigen Aufstellposition auf vier soliden Spikes. Über dem Anschlussterminal auf der Rückseite befinden sich zwei große Bassreflexöffnungen, die in puncto Strömungsgeräuschproduktion absolut unauffällig sind.