Der im 20. Jahrhundert in Sachen High Fidelity sozialisierte Musikliebhaber assoziiert mit Luxman zunächst Verstärker, Receiver, Plattenspieler und Phono-Preamps – generell analoge Technik. Dies ist verständlich, da das Unternehmen, das nächstes Jahr sein einhundertjähriges Jubiläum feiert, eine ruhmreiche Geschichte mit vielen derartigen Produkten hat. Oft übersehen wird jedoch, dass Luxman auch zahlreiche D/A-Wandler und anspruchsvolle CD/SACD-Player hergestellt hat und weiterhin produziert. Auf dem wichtigen Heimatmarkt des Herstellers sind diese Geräte weiterhin gefragt, da Tonträger im Land des Fuji hohes Ansehen genießen und entsprechende Umsätze generieren.

Luxman hat als Premium-Marke stets den eigenen Anspruch erfüllt, seinen Kunden eine komplette Elektronik-Kette zu bieten – bis auf Streaming. Deshalb begann man 2020, einen Streamer zu entwickeln, der dem gewohnten Qualitätsniveau entspricht. Obwohl Luxman Digitaltechnik nicht fremd war, stellte Streaming eine neue, komplexe Herausforderung dar. Statt den Vorsprung der etablierten Streaming-Spezialisten aufzuholen, holten sich die Japaner Unterstützung von Pixel Magic Systems Ltd., bekannt für die Marke Lumin. So entstand der Luxman NT-07 als Gemeinschaftsprodukt zweier führender Unternehmen mit reichem Erfahrungsschatz. Das verspricht einiges.

Der erste Luxman-Streamer NT-07 dient als reiner Network-Transport. Er enthält keinen eigenen Digitalwandler und benötigt daher keine analoge Ausgangsstufe. Im typischen Luxman-Design gestaltet, liefert er lokale Audio-Dateien oder Musik von externen Diensten an den DAC. Der neue D/A-Konverter DA-07X und die hauseigenen CD/SACD-Player sind die avisierten Spielpartner. Diese Player verfügen über eine digitale Eingangssektion, um externe Datenzuspieler wie den NT-07 einzubinden. Daher spiegeln die Ausgangsformate des Network-Transports die Eingänge der Luxman-Disc-Player wider: optisch, koaxial und USB. Die optischen und koaxialen Ausgänge sind gemäß S/P-DIF-Spezifikation auf eine Auflösung von 24-Bit bei einer Abtastrate von 192 kHz (PCM) begrenzt. Einer der drei USB-Ports des Geräts ist speziell für die DAC-Verbindung ausgelegt. Dieser Port ermöglicht eine Übertragung bis zu 32-Bit/768 kHz (PCM) und 22,5 MHz (DSD). MQA wird unterstützt und bietet die drei Optionen »Off«, »Core Decoding« und »Pass Through«. So passt sich die Dateiverarbeitung den Fähigkeiten des nachfolgenden D/A-Wandlers an.